frauenbericht vs (fiktiver) männerbericht

analog zum frauenbericht 2010 ("frauen und männer sind nicht gleichgestellt") hier einige auszüge aus dem (fiktiven) männerbericht 2010:

keine gleichstellung: dass "frauen und männer nicht gleichgestellt" sind, zeigt der aktuelle männerbericht 2010, der vom männerministerium medienwirksam der öffentlichkeit präsentiert wurde. so ist die politik zb in sachen verbesserung von väterrechten über lippenbekenntnise noch nicht hinaus gekommen. noch immer werden väter in obsorgeverfahren massiv schlechter gestellt. der aktuelle männerbericht zeigt auch, dass das pensionssystem männer nach wie vor extrem benachteiligt. aufgrund der allgemeinen wehrpflicht für männer wird nur von männern strafrechtlich einklagbar lebenszeit vom staat beansprucht. dieses wiegt umso schwerer, weil männern gegenüber frauen aufgrund ihrer inzwischen ca. 6 jahre geringeren lebenserwartung - die sich nicht in geringeren rentenversicherungsbeiträgen niederschlägt - erheblich benachteiligt sind. das 5 jahre höhere gesetzliche pensionsantrittsalter für männer bewirkt daher 11 jahre weniger pensionsbezug aus den hauptsächlich von männern finanzierten pensionskassen.
der (fiktive) männerminister verwies aufgrund des vorliegenden berichts, dass die angleichung des gesetzlichen pensionsantrittsalters in manchen ländern bereits vollzogen sei (skandinavien), viele sich in der angleichungsphase befänden, und dass österreich in diesem ranking mit der vollständigen angleichung im jahr 2033 das unrühmliche schlusslicht in der eu bilde.
er werde weiterhin "lästig" sein, um eine gleichstellung von mann und frau zu erreichen. der minister betonte, man sei in manchen bereichen dabei auf einem "guten weg" (diskussion über nicht vorhandene väterrechte), doch es gehe noch "viel zu langsam".