Radiodiskussion zum Urteil des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
Heute ab 18:25 auf Ö1: Live Diskussion zu den Rechten lediger Väter
Die Männerpartei wurde zu einer Radiodiskussion anlässlich des Urteils des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte eingeladen. Die Diskussion ist live und wird voraussichtlich morgen (9. Dezember 2009) Abends stattfinden. Es wurden auch verantwortliche Mitglieder der Österreichischen Bundesregierung eingeladen sowie diverse Interessensvertreter. Wahrscheinlich werden die bekannten Argumente gegen die Gleichberechtigung der Väter wiederholt werden: "Gemeinsame Obsorge bringt nur Streit" "Tatsache ist, dass sich vor allem Frauen um die Kinder kümmern" "Wenn die Eltern ein gutes Verhältnis haben, können sie ohnehin gemeinsame Obsorge beantragen" "Wenn die Mutter nicht will, dass der Vater sich einmischt, dann wird sie schon ihre Gründe haben" "So lange die Männer so wenig in Karenz gegen, brauchen wir über die automatische Obsorge nicht zu reden" "Die Männer wollen nur Rechte, aber keine Pflichten" "Ohne eine bessere finanzielle Absicherung der Frauen kann man dem nicht zustimmen" "Familiäre Gewalt kann man nur verhindern, wenn man die gewalttätigen Väter aus der Familie entfernt" "Wir reden gerne über Gleichberechtigung, aber zuerst muss die Lohnschere und die gläserne Decke beseitigt werden" "Das Urteil aus Strassburg sagt nur, dass man den Vätern die Möglichkeit geben muss, die Obsorge su beantrragen, aber die Mutter muss das Recht haben, Nein zu sagen". Ich weiss, was ich darauf antworten würde. Aber was würdet Ihr sagen? Gibt es etwas, was Euch besonders am Herzen liegt?
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Durchsetzung von Männerrechten
Ich finde, Disskusionsrunden führen nicht wirkungsvoll zur Durchsetzung der Forderungen für Väter. Dieses ganze Bla bla bla verläuft meistens eh im Sande und am nächsten Tag ist alles vergessen, da von der Politik kein wirkliches Interesse an dem Thema besteht. Zielführender wäre es die ganze Sache so anzugegehen, wie es die Naziverfolger getan haben, die Exnazis bis nach Chile verfolgt haben und dort vor deren Häusern so lange demonstriert haben, bis diese einen Herzinfarkt bekommen haben. Ein wirklicher Druck lässt sich nur aufbauen, wenn tatsächlich mal hunderte Väter, die die Schnauze wirklich voll haben direkt vor dem Haus der Familienministeren ihre Transparente auftürmen und zwar jeden Tag und jede Woche und jedes Wochenende. Wenn sich das dann auswächst wie bei den Demos zur Wendezeit in der DDR. Dann dauert es lediglich 4 Wochen bis sich was handfestes ändert. Bei solchen Aktionen würde allein der mediale Druck so groß werden, das die ganze Welt drauf schaut was hier in Östereich los ist.
ö1 radiodiskussion
dass in dieser von einer frau (wie bei solchen angeblich "frauenspezifischen" themen üblich) geleiteten diskussionsrunde, herrn hoffmann als vertreter der männerpartei zwei weitere frauen, (und dies nach absage der ebenfalls dazu eingeladenen frauenministerin) am diskussionstisch gegenüber saßen, zeigt nur einmal mehr die gesellschaftlich verankerte, aber nicht mehr zeitgemäße sichtweise zum thema "väter in der kindererziehung".
dass dabei die rolle des leiblichen vaters immer mehr zu gunsten des neuen lebenspartners der kindesmutter ("patchwork-familie"), in den hintergrund tritt, ist dabei, wie auch von herrn hoffmann kritisiert, der familienfeindlichen politik der vergangenen jahrzehnte anzulasten. das in der diskussion von frauenseite vorgebrachte argument, der hohe anteil von vätern, welche nach scheitern von beziehungen den kontakt zu ihren kindern abbrechen, fügte sich da nur allzu gut ins vermittelte bild des erziehungsunwilligen, verantwortung für seinen nachwuchs ablehnenden vaters. die dabei suggerierte freiwilligkeit der kontaktlosigkeit griff dabei nur ein weiteres vorurteil auf, um die väterdiskriminierungen auch rechtfertigen zu können. dass in vielen fällen die konsequenzlose nichtbeachtung von väterlichen besuchsrechten durch alleine obsorgeberechtigte mütter an dieser situation schuld ist, wird bei diesen argumentationen von frauenrechtlerinnen und angeblichen kinderschützerinnen schon mal gerne "vergessen".
radiodiskussion-resume
in anbetracht der knapp bemessenen sendezeit wurden die argumente, die FÜR eine gleichberechtigung von vätern sprechen, seitens der männerpartei verständlich und nachvollziehbar eingebracht. dass dabei die angebliche lohnschere, welche es lt. frau heinisch-hosek zuerst zu beseitigen gilt, bevor über dieses thema ernsthaft gesprochen werden könne, unwidersprochen blieb, mag seine ursachen auch darin begründet haben. die zusammenhänge sind einfach zu komplex, um in einer halbstündigen diskussion abgehandelt zu werden. allein, dass die politik am thema väterrechte nun nicht mehr umhin kommt, kann zumindet fürs erste als kleiner teilerfolg verbucht werden. nun gilt es, die gunst der stunde zu nützen und die öffentliche diskussion um männer- und väterdiskriminierung in gang zu halten, nur dadurch wird es uns gelingen, einen gesellschaftlichen umdenkprozess herbei zu führen. jeder mann, jeder vater, dem es ein anliegen ist, dass seine interessen bestmöglich vertreten werden, sollte daher die männerpartei stärken, sei es auch nur, dass er die zielsetzung der wahren gleichberechtigung dieser partei im familien-, bekannten- und freundeskreis propagiert!
radiodiskussion
ich hätte da schon eine frage, die ich gerne von einer frauenrechtsvertreterin der österr. bundesregierung beantwortet haben möchte (vornehmlich von spö und grünen, die sich ja so gerne als sozial bzw. minderheitenschützer darstellen).
wie erklären sie einem "echten" alleinerziehenden vater zweier kinder (seit 15 jahren), dass er 5 jahre länger zu arbeiten hätte als eine kinderlose frau, da diese männerdiskriminierung der frauenpolitik ja immer unter dem deckmantel der honorierung von kindererziehungszeiten verkauft wird, erziehungsfähigkeit von vätern permanent in abrede gestellt und versucht wird, gleichstellungsambitionen von engagierten vätern schon im keim zu ersticken?