Wiener SPÖ als Wahlhelfer der Männerpartei

Als Wahlhelfer der Männerpartei hat sich heute die Wiener SPÖ präsentiert. Offenbar gibt es in der seit dem zweiten Weltkrieg ununterbrochen regierenden Privilegienpartei nur mehr zwei Möglichkeiten, Karriere zu machen:
- Verwandschaft mit dem SPÖ-Partei-Adel
- Frau sein
Wer in keine dieser Kategorien fällt, ist in der SPÖ nur als Hilfskraft erwünscht. Die Spitze der Partei hat sich wieder einmal selbst in der Kandidatenliste einbetoniert (siehe auch die APA OTS Meldung und die Kurrzfassung der Liste auf orf.at). Es ist klar, dass diese unbewegliche Partei nicht imstande ist, die notwendigen Reformen durchzuführen. Wien gibt doppelt so viel für seine Verwaltung aus wie notwendig. Angesichts der Wirtschaftskrise ist ein Durchschneiden des Wiener Filz überfällig. Dazu ist die regierende SPÖ offensichtlich nicht fähig. Auch der nach der Landtagswahl zu erwartende Rücktritt von Michael Häupl wird daran nichts ändern. Seine wahrscheinliche Nachfolgerin Renate Brauner hat längst bewiesen, dass sie nur eine einzige Kursänderung vornehmen wird: Noch mehr Männderdiskriminierung in der SPÖ und für ganz Wien. Damit ist die Wiener SPÖ der beste Wahlhelfer für die Männerpartei.
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Kommentare
geht's noch gut, herr faymann?
kommentar im weekend-magazin (30. april/1. mai 2010) von redakteurin michaela ernst: polit-partyvolk
die spö-spitze ergibt sich, so scheint es, in diesem frühjahr mit voller lust dem jugendkult. nach dem ersten streich - nikolaus pelinka (23) wird im orf-stiftungsrat sp-oberwauwau - folgt des bundeskanzlers zweiter auch sogleich. bei der nächsten regierungsumbildung ist für die bisher nicht eben erfolgsverwöhnte (siehe sämtliche wahlergebnisse der sp in den letzten eineinhalb jahren) bundesgeschäftsführerin laura rudas, 29, ein posten als staatssekretärin oder gar ministerin vorgesehen. ihre qualifikation, soweit zum heutigen zeitpunkt feststellbar: tochter und nichte im sp-adel. ganz lieb, herr bundeskanzler, dass sie sich nicht scheuen, auf diese weise die öffentlichkeit über den zustand der personalreserven in österreichs staatstragender arbeiterpartei zu informieren. vorschlag für den dritten streich: den bodenbelags-guru, kommerzialrat, ehrenzeichenträger und sp-chefnetzwerker ali rahimi als teppichminister! dann klappt es besser mit bürgermeister michael häupl - und sogar mit dominic heinzl und den seitenblicken.