Zivildienst: Umfassende Landesverteidigung bedingt Gleichstellung von Männern und Frauen
Österreich hat sich seit Jahrzehnten zum Prinzip der umfassenden Landesverteidung bekannt. Demnach wird die Sicherheit des Landes nicht nur mit bewaffneten Soldaten an den Staatsgrenzen verteidigt. Mindestens genauso wichtig sind der Schutz der Zivilbevölkerung, die Sicherung der Infrastruktur, die Planung der Nahrungsversorgung in Krisenzeiten und die aktive Vorsorge für alte Menschen und Kinder.
Der aktuelle Entwurf zur Novellierung des Zivildienstes zeigt, dass unser Konzept der Landesverteidigung auch die gleichwertige Teilnahme von Frauen bedingt. "Frauen können längst genauso Soldaten werden wie Männer. Also gibt es keinen Grund mehr, nur Männer zum Wehrdienst zu verpflichten. Vor allem aber braucht man für die umfassende Landesverteidigung nicht nur Soldaten. Der Zivildienst ist schon längst ein gleichwertiger Beitrag zum Schutz unseres Staates geworden. Es wird Zeit, dass Frauen hier ihren Beitrag leisten.", meinte dazu heute Oliver Peter Hoffmann.
"Wenn man sieht, welche Aufgaben Zivildiener verrichten sollen, wird endgültig klar, dass die umfassende Landesverteidigung eine Aufgabe für beide Geschlechter ist. Bereits jetzt erledigen die männlichen Zivildiener einen Grossteil der Arbeit bei Rettungsdiensten und in der Altenpflege. Zusätzlich ist geplant, dass Männer verpflichtet werden sollen, mehr oder weniger kostenlos in Kinderbetreuungsstellen mitzuarbeiten. Andererseits dürfen männliche Zivildiener dann später nicht bei der Polizei arbeiten. Frauen haben diese Beschränkungen nicht. Diese Ungleichbehandlung von Männern und Frauen hat keine sachliche Begründung mehr. Frauen sollten endlich genauso in die Verantwortung genommen werden. Die Männerpartei fordert eine Halbierung der Zivildienstzeit und eine vollständige Gleichstellung der Frauen bei der Landesverteidigung." so der Bundesvorsitzende der Männerpartei abschliessend.
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