Frauen wollen keine leitende Funktion
Zwei zu Eins. So ist das Verhältnis Frauen zu Männer in der Hauptschule Bad Hofgastein. Für jeden männlichen Lehrer gibt es zwei weibliche Lehrer an dieser Schule. Und der Direktor? Ist das ein Mann? Nein. Diese Schule hat derzeit keinen Direktor. Und demnächst wird Anita Nöckler Direktorin werden. Also auch eine Frau. Bekanntlich werden Frauen bei solchen Beförderungen bevorzugt behandelt. Aber das ist nicht das bemerkenswerte an dieser Schule. Bemerkenswert ist, wie lange die Frauen gebeten werden mussten, bis sich endlich eine beworben hat. Fünf Mal musste die Stelle ausgeschrieben werden. Die ersten vier Mal hatte sich niemand beworben. Niemand. Wenn man die Pflichtschullehrergewerkschaft fragt, warum die Lehrer keine leitende Funktion übernehmen wollen, dann sprechen sie davon, dass das "viel mehr Arbeit" ist. Da haben sie etwas wesentliches vergessen. Die Schulen sind heute flächendeckend frauendominiert. Und Frauen wollen oft einfach keine verantwortungsvollen Leitungsfunktionen übernehmen.
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Comments
aktuelle statistik: weibliche lehrlinge
frauen wollen nicht nur keine leitende funktion, sie entscheiden sich auch nach wie vor bewusst für schlecht bezahlte (lehr)berufe.
derzeit gibt es in österreich etwa 44.800 weibliche lehrlinge. knapp drei viertel von ihnen entscheiden sich noch immer für die top-ten der typischen frauenbeschäftigungen: einzelhandels- und bürokauffrau, friseurin, restaurantfachfrau, köchin, gastronomiefachfrau, hotel- und gastgewerbeassistentin, apothekenhelferin, verwaltungsassistentin und floristin.
fast die hälfte der weiblichen auszubildenden drängeln sich in den ersten drei berufsfeldern.
da bedarf es schon eines alljährlichen "girl's day", um mädchen von ihren traumberufen abzubringen, dessen sinnhaftigkeit angesichts der aktuellen weiblichen lehrberufsstatistik bezweifelt werden darf.
dass mädchen auch einen anderen, besser bezahlten (zb technischen) der 250 zur verfügung stehenden lehrberufe ergreifen, lässt sich das ams mittlerweile bis zu euro 400-, monatlich an förderzuschüssen für unternehmen kosten, die explizit mädchen in "typischen" burschenberufen beschäftigen.
schlechte karten für einen lehrstellensuchenden burschen, da unschwer zu erraten ist, wem unter diesen umständen bei wahlmöglichkeit der vorzug gegeben wird. müssig zu erwähnen, dass es im umgekehrten fall, sollte sich ein bursche für einen "typischen" mädchenberuf entscheiden, keine diesbezügliche förderung gibt...
was beschert uns die frauenpolitik als nächstes? dass mädchen eine höhere lehrlingsentschädigung als burschen erhalten, wenn sie sich nur bitte für einen besser bezahlten lehrberuf entscheiden?
was frauen wirklich wollen...
...wenn es nach den vorstellungen von frauenministerin heinisch-hosek geht, dann sollen frauen vor allem eines: nach MACHT streben!
"zukunftsforscher meinen, dass wir an der schwelle zum jahrhundert der frauen stehen", sagte "gleichstellungs"ministerin heinisch-hosek vor dem prominent besetzten leadershe-forum im hotel hilton.
"von modernen trümmerfrauen ist die rede. frauen retten angeschlagene konzerne. frauen wie angela merkel oder johanna sigurdardottir helfen in ihren ländern die folgen der (von männern verursachten) wirtschaftskrise zu bewältigen. ich kann nicht sagen, dass frauen diese krise hätten verhindern können. aber vielleicht hätten frauen früher die gefahren und konsequenzen erkannt und die bremse gezogen", so heinisch-hosek weiter.
zwischen wunschdenken der frauenministerin und bewusster berufs- und lebensplanung der frauen klafft jedoch eine große lücke.
das verhaltene machtstreben der frauen bedürfe daher eines neuen machtbewusstseins der frauen. "frauen müssen macht positiv sehen, denn macht kann man nutzen, um zu gestalten".
dass lt. einer studie der wirtschaftsuniversität zehn jahre nach abschluss des wirtschaftsstudiums 15 prozent der männer, aber nur drei prozent der frauen karriere gemacht hätten, aber alle gleichermaßen zufrieden sind, veranlasste heinisch-hosek zur frage: "sind frauen zu schnell zufrieden zu stellen?"
für heinisch-hosek ist der weg zum persönlichen glück offenbar nur über die berufliche karriere möglich...