Männerservice – Prozess endet mit Vergleich

Vorarlberg orf.at vom 6. April 2017

Männerservice-Prozess endet mit Vergleich

Der Prozess zwischen Scheidungsanwältin Birgitt Breinbauer und Hannes Hausbichler vom Männerservice hat am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch mit einem teilweisen Vergleich geendet. Hausbichler hatte Breinbauer „schmutzige Tricks“ vorgeworfen.

Grund der Klage war ein Newsletter des Männerservice zum Thema Ehegattenunterhalt. Darin ist von „Heimtücke und schmutzigen Tricks an der Grenze zum Betrug“ von „Dr. B.“ die Rede. Die Präsidentin der Rechtsanwaltskammer und Scheidungsanwältin, Birgitt Breinbauer, fühlte sich angesprochen und klagte auf Unterlassung. Hannes Hausbichler vom Männerservice beantragte mehrere Zeugen, die angeblich schmutzige Breinbauer-Tricks belegen sollten.

Richterin forderte zum Vergleich auf

Daraufhin änderte Breinbauer das Klagsbegehren. Hausbichler dürfe künftig nur dann nicht von schmutzigen Breinbauer-Tricks reden, wenn es um „Ehegattenunterhalt verbunden mit zu niedrigem Kindesunterhalt“ gehe. Durch diesen Schachzug wurde die Einvernahme von möglicherweise belastenden Zeugen bezüglich anderer Tricks überflüssig.

Eine Auseinandersetzung mit viel Brisanz endete am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch mit einem teilweisen Vergleich.

Ein Vergleichsangebot von Hausbichler, das abgeänderte Klagsbegehren zu akzeptieren, wurde von Breinbauer bzw. ihrem Anwalt zunächst abgelehnt. Wohl weil Hausbichler Breinbauer weiterhin „schmutzige Tricks und Heimtücke“ – in anderen Bereichen – vorwerfen könnte. Nach einer dringlichen Aufforderung der Richterin willigte Breinbauer schließlich ein.

Zufriedenheit allenthalben

Nach dem Ende der Sitzung sahen sich beide Seiten als Sieger. „Mit dem Vergleich sind wir zufrieden“, sagte Breinbauers Anwalt Ekkehard Bechtold. „Es ist ihm das verboten worden zu sagen, was er öffentlich behauptet hat.“ Sollte Hausbichler noch andere Dinge öffentlich behaupten, werde es weitere Klagen geben, so Bechtold. „Wir lassen uns auf diese Art nicht öffentlich anschütten.“

„Wenn sie einen anderen Stil an den Tag legt, dann freuen wir uns, dass wir etwas verbessern konnten in der gesamten Scheidungsbranche in Österreich“, sagte Hausbichler. „Und das wünsche ich mir nicht nur von ihr, sondern von sämtlichen Scheidungsanwälten.“ Keine Einigung gab es bezüglich der Aufteilung der Gerichtskosten.

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