Besuchsstreitigkeiten sind häufig Auslöser für Selbstmord

Der Tod einer Dornbirner Mutter, offenbar durch Besuchsstreitigkeiten ausgelöst, stellt die Spitze des Eisberges dar: Besuchsrechtskonflikte führen tausendfach zu grossem Leid, in bedauerlichen Fällen sogar zu tödlicher Gewalt.
Doch die mit Abstand meisten tragischen Fälle enden mit dem Tod verzweifelter Väter durch Selbstmord.
Der Selbstmord ist männlich, 4 mal so viel Selbstmordopfer sind unter Männern zu finden. Männer, die unter Kontaktverweigerung zum eigenen Kind leiden, werden in den Ämtern nicht im Geringsten in Ihrem Bedürfnis nach Familienkontakt, sondern höchstens in ihrer Versorgerfunktion wahrgenommen, ihre seelische Lage ignorieren Jugendwohlfahrt und Gericht allzuoft völlig unsensibel, wenn es um Besuchsverweigerung und Unterhaltspfändung geht.

Die Zeit zum Handeln ist gekommen, meint Hannes Hausbichler, Landesvorsitzender der Männerpartei:
„Zuallererst brauchen Männer endlich eine gut ausgebaute Beratungsstelle, die Ihren Klienten Vertrauen und nachhaltige Unterstützung schenkt.“, fordert die Männerpartei, denn: “ Meist werden Männer nur bestenfalls vertröstet und oft leider sogar unter Generalverdacht gestellt. Zahnlose Vertröstungseinrichtungen treiben Väter nur noch tiefer in die Krise.“
Die freiwillige Anlaufstelle „Männerservice“ geht mit gutem Beispiel voran, sie bleibt für die Männer an deren Seite über lange Zeit vernetzt und unterstützend aktiv.
„Wir fordern die Landesrätin Dr. Greti Schmid auf, schnellstmöglich in einem Männersituationsbericht die Lage der verzweifelten Väter zu erfassen und Handlungsmöglichkeiten zu suchen!“, stellt Hausbichler das Recht der Männer Vorarlbergs auf einen Bericht analog zum Frauensituationsbericht klar.
„Schliesslich hat der Bund sofort den Grund für die Eskalationen um das Besuchsrecht zu entschärfen und endlich durchsetzbares Besuchsrecht und gleichwertige Elternschaft zu schaffen!“, so Hausbichler, denn: „Ohne faire Regeln eskalieren Konflikte, die Realität beweist der Politik schon längst dringenden Handlungsbedarf!“

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