Fehlstart von Frauenministerin Oberhauser!

Mit durchaus geringen Erwartungen, doch kritischer Aufmerksamkeit verfolgt die Männerpartei den Wechsel der Frauenministerin. Bundesvorsitzender Hannes Hausbichler meint dazu nahezu lakonisch:

„Regierungspolitiker haben in unserem Parteiensystem fast keinen Spielraum. Daher kann Christian Kern nicht der langersehnte Wunderwuzzi sein, daher wird sich unter Sabine Oberhauser nichts ändern. Sie hat eine Klientel zu bedienen, welche ihre Besserstellungen verteidigen und ausbauen und dem Volk frech auch noch das Gegenteil weismachen will. Daher bleibt nur zu hoffen, dass Sabine Oberhauser selbst integer bleibt und die Lage nicht verschlimmert.“

Leider nimmt Sabine Oberhauser schon eine Hypothek mit und leistet sich einen denkbar seltsamen Einstieg als Frauenministerin:

Die neue Frauenministerin hatte als Gesundheitsministerin die Aufnahmetests an den Med-Unis verändern lassen: Sie forderte allen Ernstes, die Wissensfragen in Aufnahmetests für unsere künftigen Mediziner zu reduzieren und durch allgemeine, fast schon „Quizfragen“, zu ersetzen (zum Beispiel: Welches dieser Gesichter sieht fröhlich aus?) nur mit einem Grund: Damit mehr Frauen als Männer die Tests schaffen und ein Medizinstudium beginnen dürfen! Quote vor Wissensfragen also, ausgerechnet in der Medizin und gefordert in ihrer Funktion als Gesundheitsministerin – der sonst wortreiche Hausbichler schließt hier nur mit: „Weitere Kommentare erübrigen sich an dieser Stelle!

– Als erste bekanntgewordene Aktion als Frauenministerin will Sabine Oberhauser eine Meldestelle gegen Frauenhass im Netz. Wenn sie schon „Big Brother“ grüßen lassen will, warum dann nur zum Schutz von Frauen? Die Einseitigkeit zeigt sich in ihrer völlig falschen Interpretation irgendeines Facebook-Zitates, welches sie als „jemanden eine Vergewaltigung wünschen“ bezeichnet und als Frauenhass erkennen will.
Doch das exakte Zitat, welches der Männerpartei zugespielt wurde, lässt eindeutig schließen: Hier hat ein Poster oder eine Posterin ihren Ausländerhass zum Ausdruck gebracht, indem er oder sie alle Ausländer als Vergewaltiger dargestellt hat. Die neue Frauenministerin kaschiert Ausländerhass und deutet ausländerfeindliche Hasstiraden zu Frauenfeindlichkeit um.

– Schließlich lässt Sabine Oberhausers Antrittsrede im Nationalrat stirnrunzeln: Natürlich wälzt sie die von der Politik falsch interpretierte Einkommensungerechtigkeit aus, welche die Männerpartei stets mit zahlreichen, fundierten Sachargumenten richtig stellt. Dass sie jedoch dabei meint, Zitat „Es gehe aber auch um die Einkommensbestandteile, wie etwa Zulagen, Überstunden und Remunerationen“, ist bedenklich, so Hausbichler: „Dass eine Frauenministerin Männern das Geld für Überstunden, Schmutzarbeit und Gefahrenzulage nicht vergönnt, wundert uns wenig. Dass sie wissen dürfte, dass exakt solche Zulagen einen Teil der „Einkommensungerechtigkeit“ ausmachen, also die von ihr beklagte Lohnschere zum Teil durch Überstunden und verdiente Zulagen der Männer entsteht, nehmen wir an. Doch was deutet sie an? Will Sabine Oberhauser Überstundenlöhne, Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen, welche Männer durch viel und oft harte und gefährliche Arbeit verdienen, wie heisst es so schön, an Frauen umverteilen“?

Hannes Hausbichler attestiert der neuen Frauenministerin einen schlechten Start: „Immerhin ist noch viel Luft für Verbesserung für sie vorhanden!“ gibt er ihr Optimismus mit auf den Weg und versichert der neuen Frauenministerin die höchst wachsame Aktivität der Männerpartei, die weiter Wählertäuschung aufdecken und die notwendige Konkurrenz darstellen wird und die noch mehr Zuwachs erhält, wenn Ministerin und Regierung den Bogen überspannen.

Die Männerpartei fordert angesichts der neuen Regierung und der neuen Frauenministerin:

– Solidarische Gemeinwohlpolitik statt einer einseitigen Frauenministerin.

– Gemeinsamer und objektiv ausgeglichener Auftritt gegen jegliche Hetze und Aggression, egal ob sie sich gegen Ethnien, Klassen oder Geschlechter richtet.

– Abschaffung jeglicher Quoten, besonders wenn diese auf Kosten der Qualität und der vorbehaltlosen Auslese der am besten geeigneten Bewerber gehen.

Hinweise

Sabine Oberhausers Forderung nach weniger Wissensfragen bei Med-Uni-Aufnahmetests:
http://www.maennerpartei.at/meduni-skandal%C3%B6se-aufnahmetests-wissensfragen-werden-eliminiert-m%C3%A4nner-sind-unerw%C3%BCnscht

Sabine Oberhausers Forderung nach einer Meldestelle gegen Frauenhass:
http://orf.at/stories/2345132/

Sabine Oberhausers Antrittsrede im Nationalrat:
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160616_OTS0128/nationalrat-oberhauser-gleichstellungs-und-frauenpolitik-ist-eine-der-zentralen-aufgaben-in-allen-politikfeldern

Bildquelle: http://diepresse.com/images/uploads/9/c/8/4803016/292B249E-F10E-4959-B524-7B2F52FFEDA8_v0_h.jpg

2016-06-17

Discussion (No comments)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.