Feministischer Kampf gegen gleichteilige Kinderbetreuung?

Der 25. November ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Der Unbefangene mag sich die Frage stellen: Warum nehmen feministische Organisationen diesen Tag zum Anlass, um gegen ein neues, faireres Kindschaftsrecht zu protestieren? Sind Kindesangelegenheiten denn reine Frauensache, feministisch vereinnahmte natürlich? Was sollen Obsorge, Kontaktrecht und Doppelresidenz, also Reformen für Eltern, welche mehr für ihre Kinder da sein wollen, mit dem Gewalttag zu tun haben? 

Die Männerpartei bringt aus tausendfach nachweisbarer Erfahrung auf den Punkt, was immer mehr Menschen bereits selbst oder aus bekanntem Umfeld erfahren haben: Will ein Elternteil, oftmals, wenn auch nicht immer, Mütter, die Beziehung, den Kontakt des Kindes oder die verstärkte Betreuung des anderen Elternteils sabotieren oder zerstören, so greift sie immer häufiger, völlig ungestraft, zum Mittel der Falschbeschuldigung. Erfahrungsgemäß erfährt sie dabei Hilfe durch die Mechanismen, welche in Österreich Gewaltschutz genannt werden, deren Akteure jedoch ohne jede Prüfung von Sachverhalten handeln und häufig bei der Zerstörung gleichteiliger Betreuung, mehr noch bei Kontaktverweigerung und Elternentfremdung, entscheidende Hilfestellung leisten, ohne jemals zu wissen, ob der beschuldigte Vater wirklich jemals gewalttätig geworden ist, oder ob er einfach angepatzt wird, nur damit er seine Kinder nicht mehr sieht. 

Unter diesem Blickwinkel gilt es, die Pressekonferenz des “Österreichischen Frauenring”, des “Verein Österreichischer Frauenhäuser” und des deklarierten “Verein feministischer Alleinerzieherinnen” zu betrachten und die Stellungnahmen geradezu als verräterisch zu entlarven: 

Während uns stets weisgemacht werden soll, Feminismus sei ja so sehr und ausschließlich für Gleichberechtigung, nehmen die feministischen Vereine vehement Stellung gegen die gleichteilige Betreuung von Vätern und Müttern. “Was denn nun, Feministinnen?”, mag da fragen, wer nach Maßstäben der Glaubwürdigkeit und Logik zu bewerten versucht. Verstehen kann diese Position nur, wer akzeptiert, dass wahrer Feminismus offenbar einfach nur die Wahl jeder Frau zwischen Vorteil und Vorteil bedeuten solle, auf Kosten der Männer und Kinder. 

Selbstverständlich wird der feministische Kampf gegen Doppelresidenz, gemeinsame Obsorge oder Kontakt zwischen Vater und Kind mit dem ständig aufrecht erhaltenen Pauschalvorwurf, jeder Mann, und nur die Männer, seien potentielle Gewalttäter, begründet. Daher also dieser Auftritt zum 25. November, daher das zum Kindschaftsrecht sachlich an sich völlig deplatzierte Engagement der Vertreterinnen der Frauenhäuser, das deren sich hier in diese Richtung engagierende, einzelne Akteurinnen als Gewaltschützerinnen disqualifiziert und zu dem werden lässt, was sie sind: Auf reine Vorteile bezogene Ideologinnen, welche Pauschalbeschuldigungen gegen Männer unterstützen. 

Endgültig demaskierend werden die Proteste gegen die stärkere oder gleichteilige Betreuung von Vätern, wenn diese Feministinnen zeigen, worum es ihnen dabei wirklich geht: Wenn die Betreuungszeit der Väter steige, dann würde ja der Kindesunterhalt, den Mütter bekommen, sinken! Dagegen richtet sich also der Widerstand. Es geht um Geld! 

Somit bricht jedoch das mühsam aufrecht gehaltene, dramatische Bild um die allseits ausnahmslos immer mehrfachbelasteten Alleinerzieherinnen, die stets bittere Not leiden würden mit dem immer zu Wenig an Kindesunterhalt, nach den eigenen Aussagen der feministischen Alleinerziehenden in sich zusammen: Wenn für sie wirklich der Spagat zwischen Geldnot und der Zeit für die Kinder die Hauptsorge wäre, so würden sie höhere Betreuungszeit der Väter doch willkommen heißen, dann wären sie um ihre Mehrfachbelastung doch erleichtert, hätten mehr Zeit für eigene Berufstätigkeit und somit Eigenverdienst und zusätzlich weniger Ausgaben für die Kinder, denn der Kindesunterhalt sei ja wirklich, ganz ehrlich, nur für die Kinder! – also verlöre die Alleinerzieherin ja kein Geld, richtig? 

Die genannten feministischen Organisationen haben durch ihre Feindseligkeit gegen höhere Väterbetreuung aus Angst, anteilig weniger Kindesunterhalt zu bekommen, gerade selbst bewiesen: Kindesunterhalt ist in vielen Fällen ein Geschäftsmodell für den formell betreuenden Elternteil. Die Männerpartei bestätigt: Kindesunterhalt wird in der Realität nicht nach Bedarf des Kindes bemessen, sondern nach der maximal erzielbaren Prozentsumme vom Einkommen des Vaters, teilweise sogar darüber. Bei jeder zusätzlichen Überstunde, sogar bei Schicht- oder Gefahrenzulagen des Vaters kassiert die Mutter völlig sinnbefreit mit, egal, was das Kind benötigt. 

So gesehen dankt die Männerpartei im Namen der wahrheitsliebenden Menschen in Österreich den feministischen Organisationen für diese unfreiwillige Ehrlichkeit, sieht darin eine Bestätigung für die vielversprechende, fortschrittliche Initiative von Justizministerin Alma Zadic und fordert  

  • Erweiterung des Gedenk- und Aktionstages am 25. November zum Tag gegen jegliche Beziehungsgewalt, ob gegen Frauen oder gegen Männer, ob physisch oder psychisch, unter  Einschluss von Kontaktverweigerung, sowie gleichzeitig Erweiterung zum Tag gegen Falschbeschuldigungen, somit individuellen Falschbeschuldigungen wie bei vielen Wegweisungen, Obsorge- oder Kontaktrechtsverfahren ebenso wie gegen pauschale Falschbeschuldigungen, welche augenblicklich genau von den Gewaltorganisationen propagiert werden. 
  • Fortführung der Arbeit an der Kindschaftsrechtsnovelle unter Einbezug des Vermeidens von Sabotagemöglichkeiten durch die gängigen Falschbeschuldigungen. 
  • Ersatz des Geschäftsmodells mit überzogenem Kindesunterhalt durch die vorzugsweise Unterhaltsleistung jedes Elternteils mittels wirklich gleichberechtigter persönlicher Betreuung unter Absicherung gegen Aushebelungsmöglichkeiten durch Falschbeschuldigungen. 

Hinweise:
ORF, Protest der feministischen Organisationen gegen stärkere Kinderbetreuung durch Väter:
orf.at/stories/3237834/

2021-11-26

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