Frauenquote: Kurz klemmt sich im Reißverschluss ein!

„Jetzt wird alles anders!“ Wie oft wurden Wähler mit diesem Hochgefühl überschüttet. Hat Deutschland gerade die letztlich wenigen Wochen des  „Schulz-Effekts“ hinter sich, so blickt Österreich auf den „Kern-Effekt“ in der SPÖ zurück, den auslaufenden Griss-Jubel, den fast schon untergegangene Neos-Hype, die längst vergangene Stronach-Euphorie, und nicht zuletzt den „Mitterlehner-Effekt“ der ÖVP, welcher dem scheidenden Vizekanzler wohl nur mehr ein bitteres Lächeln kosten wird. Blättern Sie in den Hinweisen unten nach, wie jährlich ein neues Heilsversprechen Parteien und Medien in Freudentaumel bringt.

Jetzt ist Sebastian Kurz der Heilsbringer, auf dem alle Hoffnungen ruhen.

Die Männerpartei ordnet jegliche Hoffnungen auf Sebastian Kurz, welche viele Wähler wohl haben mögen, jedoch dem Bereich der ewigen Ruhe zu. Bundesvorsitzender Hannes Hausbichler dazu:

Am 13. Mai 2017 verkündete Sebastian Kurz, seinen persönlichen Wahlverein, vormals ÖVP, nach dem „Reißverschlusssystem“ besetzen zu wollen. Das ist das ÖVP-interne Codewort für eine totale Frauenquote. Diese Entscheidung lässt mehrere Interpretationen zu:

– Sebastian Kurz hält nichts von Gleichbehandlung und Chancengleichheit: Statt jeden Listenwerber nach seiner Eignung zu beurteilen, ist nun erstes Kriterium das Geschlecht.

– Sebastian Kurz betrachtet die Fähigkeiten seiner Kandidaten als zweitrangig. Hauptsächlich will er eine hohe Frauenquote vorweisen. Dafür will er zuerst einmal weibliche Kandidaten haben, erst dann wird geschaut, ob die Kandidaten auch noch ein bisschen das Volk vertreten könnten.

– Sebastian Kurz betreibt damit feministische Politik, wie so viele Männer in Österreichs Geschichte, welche ganz oben gelandet sind – auf dem Rücken der Männer unter ihnen. Somit ist weder im Familienrechts- noch im Gleichbehandlungsbereich von ihm ein Fortschritt zu erhoffen.

„In diesem Sinne bleibt es uns, Kurz zu danken: Österreichs wachsende Wählerschaft, welche genug von Gender und Feminismus hat, die jegliche Geschlechterquoten als ungerecht und leistungsfeindlich und sogar lächerlich oder abqualifizierend selbst für das damit bevorzugte Geschlecht betrachten, wissen jetzt, was sie von Sebastian Kurz bekommen: Eine zur Hälfte durch die Frauenquote besetzte Nationalrats- und Regierungsfraktion. Quotenfrauen werden weitere Frauenquoten, für die Wirtschaft und jeden Lebensbereich fordern, bis die Männer endlich dort sind, wo sie nach Meinung der Quotenideologie hingehören: Grundsätzlich, ohne Einstiegs- oder Aufstiegschancen, für die niederen Dienste da. – Außer bei Sebastian Kurz und den paar Männern, welche sich durch die Einführung von Frauenquoten auf billige Weise Rückhalt und Unterstützung holen.“

Die Männerpartei fordert:

– Gleich schon den Rücktritt von Sebastian Kurz, wenn er weiter Quoten statt Gleichbehandlung will

– Abschaffung aller Geschlechterquoten

– Entschädigung aller durch Quoten benachteiligten Männer.

Hinweise:

Kurz erklärt das Reißverschlusssystem, die Frauenquote, zum höchsten Prinzip der Listenbesetzung:
diepresse.com/home/innenpolitik/5217305/Liste-Kurz-powered-by-Volkspartei

Der „Mitterlehner-Effekt“ des mittlerweile frustriert zurückgetretenen ÖVP-Obmanns, keine drei Jahre her:
www.ots.at/presseaussendung/OTS_20140918_OTS0175/oesterreich-umfrage-mitterlehner-effekt-bringt-oevp-starken-zugewinn

Der „Kern-Effekt“ der SPÖ vor einem Jahr:
www.nachrichten.at/nachrichten/politik/bundespraesidentenwahl/art199104,2239873

Der „Strolz-Hype“ um den Neos-Chef, nach der Wahl 2013:
www.vn.at/politik/2014/02/21/neos-reicht-der-strolz-hype-aus.vn

Der „Stronach-Hype“ im Vorfeld der NR-Wahl 2013:
www.trend.at/politik/frank-stronach-349051

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