Gewaltschutz: Österreich verrennt sich immer tiefer

Die Corona-Krise zeigt ernste Nebenwirkungen für Österreichs Männer und die gesamte Gesellschaft. Pauschalurteile und negative Vorurteilsbildung gegen Männer spitzen sich zu.  

Zu Beginn der Krise verkündeten die Frauen- und die Justizministerin bereits, flankiert von Gewaltschutzstellen und Frauenhäusern, dass die Zahlen häuslicher Gewalt in ungeahnte Höhen steigen würde, natürlich nur jene von Männern gegen Frauen. 

In weiterer Folge verschärfte sich die mediale Berichterstattung, um die Bevölkerung “zu sensibilisieren” und zu motivieren, um jede Wegweisung bestmöglich tatkräftig zu unterstützen. 

Im Zuge dieser, geradezu Mobilmachung, hat kein uns bekanntes Medium, kein Journalist und umso weniger irgendein gewissenhafter Politiker die Fragen gestellt, welche sich immer mehr Österreicher, welche in ihrem Umfeld Wegweisungen erlebt haben, zunehmend stellen:  

Warum werden für Wegweisungen und Einstweilige Verfügungen keine Beweise benötigt? 

Warum dürfen Männer aus ihrem Haus gewiesen werden, wenn offensichtlich ist, dass die Frau den Gewaltvorwurf nur scheidungs- oder trennungstaktisch benutzt? 

Warum werden Männer weggewiesen, die sogar beweisen können, dass die Frau gewalttätig war, nicht er, der Mann? 

Warum dürfen Wegweisungsgründe existieren, welche eindeutig keine Gewalt darstellen, wie der nachweisliche Wegweisungsindikator “bevorstehende Scheidung” oder neuerdings “verbale Gewalt”, der in der Praxis nur gegen den Mann benutzt wird, nicht gegen eine schimpfende Frau? 

Warum wird der Mann bereits in dem Moment, bevor die Polizei an der Tür klingelt, amtlich per Formular zum “Gefährder” erklärt und vorverurteilt? 

Hannes Hausbichler erklärt für die Männerpartei aus jahrelanger Praxiserfahrung: Alle diese Fragen nach offensichtlichen Rechtsstaatsbrüchen lassen sich nur mit einer Antwort abdecken: Vorurteile, welche sich öffentlich ebenso wie amtlich festgefressen haben. Dass Frauenhaus-Mitarbeiterinnen und solche der Gewaltschutzstellen tatsächlich mit einer Einstellung durch das Leben zu gehen beginnen, dass jeder Mann ein schlummerndes Monster in sich trage, erklärt sich daraus, dass sie jede einseitige Schilderung der Frauen glauben und emotional mit leiden, auch unter überspitzten Gewaltgeschichten oder solchen, in denen die Frau die eigene Gewalt verschweigt. Sie sind voreingenommen. Doch warum wird nie eine andere Seite gehört? Warum dürfen klar parteiische Vertreterinnen statt als eine Sichtweise auf einen vielfältigen Sachverhalt gleich als “Expertinnen” und somit Verkünderinnen der einzigen Wahrheit präsentiert werden?  

Nun scheint die Zeit für eine Zwischenbilanz gekommen sein:  

Die wegen der Corona-Krise neu geschaffenen Frauennotwohnungen stehen, in Zeiten der Wohnungsnot, leer und sind verwaist, selbst die Zahl der Wegweisungen will und will nicht steigen. 

Ist dies die Zeit der Einsicht? Mitnichten! Wenn sich ein Gebilde aus Vorurteilen, Unrecht und Willkür aufgebaut hat und zu wanken beginnt, so zeigt die Geschichte, werden deren Vertreter oft besonders aggressiv. Sie haben Angst um alles, was sie mühsam aufgebaut haben, um die emotionsgefütterten Vorurteile der immer prügelwütigen Männer und stets ängstlich in der Ecke kauernden Frauen, und um die daraus konstruierte Rechtfertigung, dass es gut sei, ohne Beweise Unrecht durch Wegweisungen und Verfügungen auszuüben. 

Daher sehen wir jetzt Dokumentationen wie jene im ORF, sehen Sie bitte in den Hinweisen, in der das Ausbleiben der Angst erzeugenden Prognosen des Anstiegs häuslicher Gewalt wortreich und spitzfindig ins gegenteilige Bild verdreht wird – wie in der Ausflucht, ein akut bedrohtes Gewaltopfer würde sich, genau jetzt, die Zeit nehmen, um alles “zu ordnen”, womit sich akute Bedrohung und das genaue, akribische Planen des Wegweisungszeitpunktes bis zur völligen Unglaubwürdigkeit hin widersprechen. 

Zunehmend verroht die Sprache weiter und verbohrt sich die Vorurteilsbildung immer tiefer: 

Das Wort “Mann” wird in der “Gewaltschutzszene” zunehmend durch das Wort “Gefährder” ersetzt, wie Sie in den Hinweisen nachlesen können. 

Eine Partnerschaft besteht somit in den Augen der Vertreter des Gewaltschutzsystems bald aus folgenden beiden Partnern: Der Frau einerseits und dem “Gefährder” andererseits. So ein Proponent würde als Standesbeamter wohl die Frau fragen: “Wollen Sie Herrn XY zu ihrem Gefährder nehmen`?” so sehr hat er das Wort “Mann” bereit in seinem Kopf ersetzt. 

Bereits jetzt stellt die Bezeichnung eines Beschuldigten als “Gefährder” einen grundlegenden Rechtsstaatsbruch, einen Bruch aller aufgeklärten und aufgeschlossenen Prinzipien einer offenen Gesellschaft dar. Österreich hat sich verrannt. Trotzdem rennt Österreich weiter. 

Diese Meinungs- und Stimmungsmache benötigt mehr denn je ein Korrektiv, besonders angesichts der Tatsache, dass Medien zu diesem Thema fast durchwegs ihre Professionalität vermissen lassen und niemals über eine kritische Sicht auf die ihnen regelmäßig zugetragenen Missstände berichten. 

Die Männerpartei ist die einzige Einrichtung, welche die Willkürgefahr im Gewaltschutz glaubwürdig und nachhaltig aufzeigt, und fordert: 

  • Stopp der Vorurteilsbildung, die Männer von vorneherein als “Gefährder” bezeichnet, in unserer Sprache, Berichterstattung sowie in sämtlichen behördlichen Schriftstücken und Vordrucken wie bei den Wegweisungsprotokollen. 
     
  • Klare Maßnahmen gegen Falschbeschuldigungen und Wegweisungen, die als bewusste Scheidungs- und Trennungsstrategie, oft von Anwälten oder Beratungen empfohlen, eingesetzt werden und somit Willkür und vielfaches Unrecht darstellen. 
     
  • Totalreform des Gewaltschutzes, jedem Menschen offenstehend, transparent, neutral und sachbezogen auf Beweisen aufbauend. 

Hinweise: 

Reportage von Christoph Feuerstein, 27.4.2020, berichtet rechtfertigend über die Tatsache, dass die Zahl der Beschuldigungen über häusliche Gewalt kaum angestiegen ist gegenüber den Prognosen:
tvthek.orf.at/profile/Thema/11523190/Thema/14049701/Auf-engstem-Raum-haeusliche-Gewalt-in-der-Isolation/14687314 (Link nur mehr wenige Tage gültig)
Renate Magerle meint darin: Der Anstieg sei ausgeblieben, weil sich die Frauen “ducken” würden, und bleibt die Erklärung schuldig, warum das jetzt mehr der Fall sein solle.
Eine Sprecherin erklärt den fehlenden Anstieg der Gewalt gegen Frauen damit, dass diese erst in ein paar Monaten herauskommen würde, wohl auf der Basis der Rechtfertigungsvermutungen jener, welche die Fehlprognosen abgegeben haben.
Andrea Brem gibt zu, dass die Beschuldigungen zurückgehen, und begründet dies damit, dass die Frauen zuerst noch viel zu ordnen hätten – obwohl sie zugleich in extremer Bedrohung sein sollen. 

Bericht “Wann&Wo” über die immer noch nicht wirklich erfüllte Prophezeiung des Anstiegs der Beschuldigungen über häusliche Gewalt und die leerstehenden Frauennotwohnungen:
www.vol.at/gewalt-an-frauen-corona-beginnt-erst/6598962
In dieser Reportage werden Ehe- oder Lebenspartner durchgehend bezeichnet als “die Frau” und “der Gefährder” – ergo der Mann. “Mann” wurde somit vollständig durch „Gefährder“ ersetzt und somit gleichgesetzt.
Hier finden sich Zitate wie: „Es gibt Frauen, die sich entscheiden, zum Gefährder zurückzukehren…”
Zudem bietet die Frauennotwohnung auch Jugendlichen Schutz an, die von Eltern geschlagen werden – aber nur weiblichen, nicht männlichen. 

2020-05-01

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