Internationaler Männertag: Wenig zu feiern, viel zu tun

Am 19. November ist Internationaler Männertag. Die Männerpartei sieht nicht viel, das Anlass zum Feiern bietet, denn es gibt viel mehr zu tun als zu feiern.

Bundesvorsitzender Hannes Hausbichler:

Familienrechtlich kommt die Welt in Bewegung, nur Österreich bewegt sich rückwärts. Doppelresidenzmodelle sind in Australien, den USA, Skandinavien und Belgien eine Erfolgsgeschichte. In Österreich jedoch schwelgt die Politik vor den alten Schwarz-Weiß-Fotos des vergangenen Jahrhunderts, als Mutti noch selbst Eingemachtes gekocht hat und Papi vom Heuen mit der Sense heimgekommen ist. ÖVP und Neos wollen den Rentenklau an Männer durch Pensionssplitting wieder ausgraben, das sie nach dem Wahlkampfauftritt der Männerpartei 2014 eilig vor ihr vergraben hatten, und die FPÖ stellt sich ein Müttergehalt vor, damit Mami wieder Marmelade selbst einkocht wie damals, statt für sich selbst zeitgemäß eine eigenständige Existenz aufzubauen, in moderater Teilzeit ebenso wie der moderne, kinderbetreuende Papa, den wir augenblicklich zumeist gar nicht in Teilzeit und Karenz lassen.

Diskriminierung ist positiv, sagen dafür vor allem SPÖ und  Grüne – Wenn sie an Männern geschieht! Junge Männer können eine faire Berufswelt vergessen, wenn sie im öffentlichen oder öffentlichkeitsnahen Dienst sind, und bald schwappt der Quotendruck auf die Privatwirtschaft über. Leistung zählt – das war Vergangenheit! Männer sollen unten bleiben und Frauen über sie hinwegsteigen, so stellen sich das Rot und Grün, zusammen mit Hellschwarz und Pink, vor.

Bildung ist weiblich geworden. Nicht die weibliche Lehrer sind das Problem, sondern die bewusste und unbewusste Bevorzugung von Mädchen und Frauen von der Grundschule bis zum Studium. Hier beweisen viele männliche Lehrende, dass sie eines genauso gut können wie Frauen, oder besser: Die schlechtere Bewertung von Buben und Männern bei gleicher oder besserer Leistung. Damit rauben wir der männlichen Bevölkerung ihre Zukunftschancen, und viele Unterrichtenden schlafen dabei gut im seligen Gefühl, heute wieder eine Frau bevorzugt zu haben.

Willkür trifft Männer mehr denn je. Seit jeher werden Männer für dieselben Verbrechen weitaus härter bestraft als Frauen. Doch standen wir gestern rechtsstaatlich vor dem Abgrund, sind wir heute leider einen Schritt weiter. Männern wird vor Gericht oft schon gar nicht mehr zugehört, der Gegenseite, wenn weiblich, von vorneherein geglaubt und die Darstellung der Männer eiskalt ignoriert. Beispiele: Gewaltschutz, Sexualstrafrecht, Familienrecht von der Scheidung über Obsorge, Kontaktrecht bis zum Unterhalt. Wer es nicht glaubt, kann sich von der Männerpartei Beweismaterial holen, dass er zwei Leben braucht, um alles durchzulesen und drei, um den Schock zu verarbeiten.

„Da stehen wir nun, vor einer Realität, welche Viele gar nicht fassen können, wenn sie sie so geballt präsentiert bekommen,“ ist sich Hausbichler bewusst. „Wer das Pech hat, selbst einmal in die beschriebenen Abgründe blicken zu können, glaubt jedoch schnell das Unfassbare. Männer sind von der Verfassung abwärts bis zur gelebten Amtspraxis Bürger zweiter Klasse, die meisten haben es nur nicht bemerkt und lassen sich noch mit bewussten Falschinterpretationen wie der Lohnschere vom angeblichen Gegenteil beschwichtigen. Doch wir sitzen auf einer Zeitbombe.

Die Art, wie wir gesellschaftlich und politisch Männer behandeln, wird uns einholen. Die feministische Blase wird platzen. Die Geschichte zeigt, dass Menschen lange ein Trugbild glauben, doch plötzlich ändert sich das öffentliche Bewusstsein schlagartig, und in einem Dammbruch geschieht eine Kehrtwende. Daher ist es umso wichtiger, dass eine gemäßigte Kraft so früh wie möglich moderate, aber ernsthafte, gründliche Reformen anstößt, zum Wohle unserer Söhne und zum Wohle unserer Enkeltöchter, welche sonst mit den Reaktionen auf die Fehler des Feminismus konfrontiert wären. Daher ist diese Männerpartei eine Chance für die Zukunft und eine ausgestreckte Hand an die Politik.“

Die Männerpartei fordert zum Internationalen Männertag:

– Völlige Kehrtwende in der Familienpolitik

– Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit

– Chancengleichheit, echt und ehrlich statt verlogen und geheuchelt.

„Schöne Worte hatten wir genug. Erspart sie uns, ebenso wie das böse Ende hinter den Floskeln, siehe Pensionssplitting etc. Der Politik sei ans Herz gelegt: Irgendwann kommen alle Männer dahinter, mit unserer Hilfe eben früher, und den Frauen wird die Doppelzüngigkeit der Politiker eines Tages ebenso zu blöd. Übrig bleiben Parteien, die sich völlig disqualifiziert haben. Der Internationale Männertag ist eine Chance zum Umdenken,“ schließt Hausbichler noch direkter als gewohnt ab, denn es gibt nichts zu verlieren, schon gar nicht Zeit.

Hinweise:
www.internationalmensday.com/

Bildquelle:
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