Landeshäuptling Wallner und die fremden Federn

Schon der Vorarlberger Alt-LH Sausgruber wurde mit oft dem Kosenamen „Landeshäuptling“ humoristisch in die Nähe indianischer Stammesführer gerückt. Sein Nachfolger, Landeshauptmann Markus Wallner, hat sich diesen Titel in den Augen der Männerpartei  Vorarlberg zum Vatertag deshalb verdient, weil laut Landesvorsitzendem Hannes Hausbichler „das Ignorieren und Ablehnen der Anliegen von Vorarlbergs Vätern manchmal besser mit Humor zu kommentieren ist.“

Markus Wallner hat zum Vatertag zwar weiterhin das Bewusstsein für die notwendige Totalreform völlig vermissen lassen, doch immerhin hat er bei der Präsentation eines Väterprojekts wahrhaft indianische Qualitäten gezeigt, welche ihn von nun an als Häuptling qualifizieren:

Anschleichen und Tarnen: Schon im Jänner 2014 haben engagierte Initianten um die katholische Männerbewegung mit einer Väterfachtagung das Väterprojekt gestartet, daraufhin hat der Familienverband in guter Arbeit übernommen, fortgesetzt und aufgebaut. Markus Wallner, welcher dieses Projekt nun als „sein Projekt“ zu präsentieren scheint, hat bewiesen, dass er sich lautlos nähern und stundenlang perfekt getarnt sein kann – denn er, um dessen Projekt es sich ja handeln soll, war über die ganze Zeit hin von niemandem zu erspähen. Wer so lautlos und unsichtbar auf Pirsch sein kann, soll unser Häuptling sein!

Der prachtvolle Federschmuck: Ob nun Markus Wallner bei seiner Präsentation zum Vatertag, nachdem das Projekt fertig ist und steht, selbst gesagt hat, das Projekt sei seines, oder ob das der Journalist missverstanden haben mag, eines steht fest: Unter den prächtigen Federn seines Kopfschmuckes steckt eine, welche nicht die Seine ist – das Väterprojekt.

Schweigen vor dem Totempfahl: Sobald es um die wahren Sorgen von Vätern geht, zeigt Markus Wallner beeindruckendes, kultisches Schweigen. Nur im Wahlkampf erhebt er sein Häuptlingswort, wenn er den Fragen der Männerpartei gar nicht mehr ausweichen kann. Wird er uns beim nächsten Wahlkampf wieder belehren, dass es zum Wohl der Kinder sei, wenn Väter menschenunwürdig behandelt werden?

Abseits der indianischen Gebräuche werden nämlich in Vorarlberg Väter reihenweise von Wallners Jugendwohlfahrt unter Druck gesetzt, überhöhte Summen zu unterschreiben, unter das Existenzminimum gepfändet oder unter den Augen des Landeshäuptlings von ihren Kindern entfremdet, Väter einfach aus ihrem Heim und von ihren Kindern weggewiesen, ohne dass es Beweise gibt, selbst wenn nachweislich keine Gewalt geschehen ist oder sogar in Wahrheit die Frau gewalttätig war statt ihm, werden hilfesuchende Frauen von Beratungsstellen des Landes an Personen weitergeleitet, welche den Streit nachweislich bis zur Eskalation schüren und damit Scheidungskrieg und unzähliges Leid auslösen* und schließlich werden unter Wallners Mitverantwortung von der Landesregierung Schriftstücke veröffentlicht, welche die Vaterschaft massiv herabwürdigen und deren Wert als nutzlos hinstellen, wie der immer noch nicht geänderte „Leitfaden für Alleinerziehende“.

Die Männerpartei fordert von Markus Wallner und der gesamten Vorarlberger Landespolitik anlässlich des Vatertags

– Sofortige Veranlassung eines Väterberichts, welcher endlich kritisch den Status Quo erfasst, begonnen von der Lage der Trennungsväter bis hin zu Vätern in Partnerschaft, welche aufgrund von Gatekeeping keine gleichwertige Beziehung zu ihren Kindern aufbauen können.

– Einrichtung einer Ombudsstelle des Landes Vorarlberg für Väter, vor allem mit Fokus auf Sicherstellung des Kontaktes von Vätern mit ihren Kindern, welche zuerst mit Beratung, Ermahnung und nötigenfalls Durchsetzung unter Zuhilfenahme der Jugendwohlfahrt arbeitet.

– Abschaffung der Wegelagerei gegen Väter durch die Vorarlberger Jugendwohlfahrt, welche die Reports des Männerservice bereits zu genüge beschrieben haben.

Landeshauptmann Markus Wallner schlägt für viele Väter dem Fass den Boden aus, wenn er weiter über die zunehmenden Nöte von Vätern schweigt und sich dann noch in den Vordergrund eines Väterprojekts stellt. Die Männerpartei kann ihm vergewissern, dass sie seine Landesregierung weiterhin voll in die Verantwortung nimmt.

* Hierzu folgen Beweise und Aktionen der Männerpartei in Kürze

Hinweise:
VOL-Bericht über Markus Wallners Start des Projekts „Vater Sein“.
www.vol.at/zum-vatertag-familienverband-startet-vaeterprojekt/5320601

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