Männerpartei: Position 2015 massiv gestärkt!

„Erst belächeln sie dich, dann bekämpfen sie dich, schließlich gewinnst Du… –  Was für jede tiefgreifende Reformbewegung aus der Basis der Bevölkerung gilt, erlebt natürlich ebenso die Männerpartei. Mittlerweile können wir Schritt 2 beobachten: Wir werden zunehmend politisch bekämpft!“ blickt der Bundesvorsitzende der Männerpartei, Hannes Hausbichler, auf ein heißes Jahr 2015 zurück. Doch die letzten Ereignisse bestätigen die zunehmende politische Wirkung der Männerpartei erst recht:

Pensionssplitting erneut erfolgreich kritisiert
Der neu aufflammenden Idee des Pensionssplittings, des alles über den Kamm scherenden Rentenklaus an den Männern ohne Rücksicht auf massenweise Härtefälle, wurde wohl zum zweiten mal von der Männerpartei wirksam entgegengetreten. Wie oft in bundespolitischen Reformen ist es der Vorarlberger Arbeiterkammerpräsident, welcher Reformen vorstellt und von Westen aus in die Bundespolitik bringen will. „Schon bei der erfolgreichen Reform des gesamten Abfertigungssystems oder der durchgesetzten Lohnsteuersenkung ab 2016 hat der Vorarlberger Arbeiterkammerpräsident beeindruckend sein bundespolitisches Gewicht gezeigt, denn er war der Auslöser dieser großen, tiefgreifenden Reformen. Die Pensionsideen des AK-Präsidenten Hubert Hämmerle sind daher sehr ernst zu nehmen,“ so Hausbichler, „umso alarmierender war seine mediale Ankündigung zum Pensionssplitting Ende 2015. Doch unsere durchaus mit gesundem Biss formulierte Kritik hat gewirkt: Auch, wenn ich den Anruf von Hubert Hämmerle bei mir auf diese Kritik hinauf durchaus als leidenschaftlich bezeichnen darf, die offensichtliche, nachfolgende Kursänderung ehrt ihn entweder menschlich oder zeichnet ihn wenigstens als taktischen Denker aus, wenn er nur der Männerpartei nicht in die Hand spielen wollte: Im nächsten Interview zu seinen Pensionsideen ist alles genauso wie vorher enthalten, außer einem Punkt: Dem Pensionssplitting! Wir freuen uns darüber sehr, auf der Basis dieser neuen Pläne können wir wieder vernünftig diskutieren. Doch zum zweiten mal zeigt sich: Wenn die Männerpartei nur einmal nicht aufpasst, haben Österreichs Männer schon den Griff auf ihre sauer verdiente Rente zu befürchten.“

Feministisch gelenkter Dachverband eigens gegen die Männerpartei gegründet?
„Wenn wir gefragt würden, ob wir uns von einem Männerverband, welcher durch einen offensichtlichen Feministen geführt und von der Frauenpolitik finanziert wird, distanzierten, wir stünden im Dilemma,“ zeigt sich Hausbichler nachdenklich. Doch der neu gegründete „Dachverband für Burschen-, Männer- und Väterarbeit in Österreich (DMÖ)“ nimmt der Männerpartei diese Arbeit ab: Ausdrücklich distanziert er sich von der Männerpartei, zeigt dabei völlige Unkenntnis der modernen Ansichten und Programmpunkte der Männerpartei und beweist damit seine eigene Voreingenommenheit. Überdies erweist er der Männerpartei mit folgendem Zitat eine besondere Ehre: „Es war daher durchaus ein Motiv, den Dachverband zu gründen, um dem (in den Vordergrund treten der Männerpartei) entgegenzuwirken.“
Der Dachverband wurde also von der österreichischen Bundespolitik gegründet, um der Männerpartei „entgegenzuwirken“, ein Synonym von „bekämpfen“.
Hannes Hausbichler zeigt sich für die Männerpartei entspannt: Unsere zunehmende bundespolitische Wirkung ist uns bewusst, wir empfinden sie als große Verantwortung. Wir bleiben zu allen politischen und gesellschaftlichen Kräften, wie massiv sie uns auch „entgegenwirken“ mögen, offen und dialogbereit, wir bieten selbst dem DMÖ und seinem Vorsitzenden den Dialog an, trotz des schlechten Einstiegs, denn schließlich geht es um die Menschen in Österreich und deren Zukunft.

Die Politik reagiert widerwillig – und sie bewegt sich doch, mit sanftem Druck!
„Gesellschaft und Medien scheinen zunehmend sauer auf die Blockadehaltung der Politik zu reagieren. Wir spüren immer mehr, dass wir nicht die Einzigen sind, deren Anliegen von der Politik solange ignoriert werden, bis der öffentliche Druck zu groß ist, damit dann nur das Nötigste geschieht,“ stellt Hausbichler fest. „Gerade deshalb konnten wir zuletzt daran mitwirken, der Politik Schritt für Schritt unwiderrufbare Zusagen abzuringen, sei es bei der Besuchsbegleitung, der Änderung von politischen Stellungnahmen zu Alleinerziehern und der Lage von Trennungskindern oder eben der Entsorgung der Pensionssplitting-Pläne, denn immer mehr Menschen bemerken: Die politische Veränderung geschieht zunehmend seltener in Parlamenten. Die Bürger greifen zur Selbsthilfe und unterstützen Forderungen idealistischer Bewegungen, bis die Regierungspolitiker, welche den Parlamenten sonst ohnehin nur mehr fertige, eigene Vorstellungen zur Abstimmung vorschreiben, endlich auf die Bürger reagieren. Die Zeit ist gut für themenstarke, politischen Idealisten, wie sie in der Männerpartei tätig sind!“ ist Hausbichler für 2016 optimistisch.

Daher wird die Männerpartei 2016 mehr denn je auf ihre Themenarbeit setzen. Der Bundesvorsitzende kündigt an: „2016 wird im Zeichen der intensivierten Beobachtung und konstruktiven Kritik der politischen Akteure Österreichs und Europas stehen. Die Männerpartei will durch Qualität und Innovativität verrostete Denkweisen durchbrechen und freut sich auf ein neues, erfolgreiches Jahr.“ (2016-01-19)

Hinweise:
Der Vorsitzende des „Dachverband für Burschen-, Männer- und Väterarbeit in Österreich (DMÖ)“ erklärt, der Männerpartei entgegenwirken zu wollen und grenzt sich von ihr ab:
diepresse.com/home/panorama/oesterreich/4904688/Die-Gleichberechtigung-nutzt-auch-Maennern?from=simarchiv
Derselbe Vorsitzende in einem Interview 2012 mit dem Standpunkt, Männerpolitik müsse von einer Frau geführt werden:
mobil.derstandard.at/1282273231408/dieStandardat-Interview-Maennerpolitik-muss-einer-Frau-unterstellt-sein

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