Landtagswahl: Soziale und ökologische Wohnpolitik und Infrastruktur

Für die Männerpartei sind Sozialpolitik, Infrastruktur und Umweltpolitik zusammenhängend zu betrachten. Vorsitzender Hannes Hausbichler präsentiert zur Vorarlberger Landtagswahl die sozial-ökologischen Pläne der Männerpartei:

Leistbares Wohnen stellt ein zentrales Anliegen der Menschen in Vorarlberg dar. Warum ist Wohnen in Vorarlberg so besonders teuer? Weil die Nachfrage in Ballungsräumen so hoch ist. Nur eine gute, niederschwellige Infrastruktur verhindert eine weitere Konzentration der Nachfrage auf enge Räume und somit weitere Verteuerung in den Städten.

Daher ist eine leistbare Mobilität für die Menschen in Vorarlberg elementar. Diese jedoch gerät durch verfehlte Umweltpolitik in Gefahr. Die politischen Klimaziele sind schon ökologisch betrachtet falsch gesetzt, weil die enorme Belastung durch die Akku-Herstellung der von Konzernen und der Politik protegierten Akkuautos nicht eingerechnet und daher von völlig falschen Zahlen ausgegangen wird.

Diese ökologisch falsch gesetzten Ziele führen zudem dazu, dass günstige Kleinwagen verschwinden, wie viele Autokonzerne schon jetzt bestätigen. Somit zerstören wir leistbare Mobilität für die Menschen, obendrein ohne global betrachtet den CO2-Ausstoß wirklich zu senken.

Noch werden Akkuautos staatlich massiv gefördert. Noch ist Spitzenleistung, welche beim Schnellladen dringend notwendig ist, verhältnismäßig günstig. Doch sobald es kein Zurück mehr gibt, wenn alternative Antriebe nicht mehr verfügbar sind, werden die Menschen erst richtig belastet: Förderungen sind dann nicht mehr notwendig und werden entzogen, und Spitzenleistungen werden teurer und teurer, je mehr Autos diese gleichzeitig benötigen. So wird eine Vollladung bald deutlich teurer als ein Volltank heute sein.

Auf die Menschen in Vorarlberg kommen somit große Mehrbelastungen zu: Entweder wohnen sie in Randlagen und Mobilität ist für sie kaum mehr leistbar, obwohl sie dringend ein Automobil benötigen. Oder sie ziehen in Ballungsräume, wo sich die Nachfrage genau aus dem Grund nicht leistbarer Mobilität ins Himmelweite steigert, können sich jedoch dort den Wohnraum kaum leisten.

Zudem würden durch die Konzentration auf reine Akkuautos allein in Deutschland hunderttausende Arbeitsplätze verloren gehen, für Österreich Zehntausende nur für direkt in der Automobil- und Zulieferbranche sowie dem Kfz-Service Beschäftigte, doch nicht zu unterschätzen, ebenso indirekt in Gastronomie und Tourismus, sollte sich die zu erwartende Rezession mit dem sozusagen akkugetriebenen Stellenabbau in Ländern wie Deutschland potenzieren. Der soziale Sprengstoff des von der EU erzwungenen, radikalen Mobilitätswandels ist bis heute von keiner  Partei außer der Männerpartei in Betrachtung gezogen worden.

Unbedachte, aus dem Zusammenhang gerissene Politik statt ein soziales, zugleich ökologisches Vorarlberg mit guter Infrastruktur kann uns somit so teuer zu stehen kommen, dass sich viele das Leben nicht mehr leisten können.


Wählen Sie mit der Männerpartei eine zukunftsfähige Lösung:

  • Förderung von Mobilität und Gebäudeheizungen mit Biogas. Eine Biogasanlage verwertet Methan, das ansonsten in die Atmosphäre gelangen würde. Methan ist 25-mal schädlicher für unser Klima als CO2, welches ein Biogasauto oder eine Gasheizung ausstößt. So gesehen haben Biogasautos oder -heizungen sogar eine positive Ökobilanz.
    Gebäude können entweder direkt mit Biogas geheizt werden, oder mittels Fernwärme, welche bei geeigneten Anlagen sogar Methan und Teile des CO2 verwerten kann.
    Vorarlberg kann somit zum Pionierland einer innovativen Klimapolitik werden, welches global und lokal betrachtet nachhaltig bessere Umweltpolitik zeigt – und das noch dazu ohne jegliche Mehrbelastung für seine Bürger.
  • Leistbares Wohnen und die beste Altersvorsorge geschieht durch ein Eigenheim, welches sich Menschen schon in jungen Jahren leisten können. Vorarlberg soll sich dafür einsetzen, dass Wohnkredite, auch für Gebrauchtwohnungen, voll und ganz direkt von der Lohnsteuer abgesetzt werden können, nicht mittelbar und prozentual. Auf diese Weise fällt der frühe Schritt ins Eigenheim für viele Menschen deutlich leichter. Grundbedingung für ein leistbares Eigenheim ist und bleibt jedoch, dass Menschen nicht gezwungen sind, in teuren Städten eine Wohnung zu kaufen, sondern aus allen Lagen des Landes frei ihr neues Zuhause möglichst kostensparend wählen können. Wieder ist die eingangs geforderte, leistbare Mobilität essentiell für das Zukunftskonzept der Männerpartei für Vorarlberg.
  • Schonende Etablierung von Elektromobilität als zusätzliche Alternative für Kurzstreckenfahrer: Plug-In Hybride haben einen umweltschonenderen, um ein Fünftel kleineren Akku. Trotzdem können damit fast alle täglichen Strecken eines Automobils, jene unter 50 km, vollelektrisch gefahren werden. Das Verhältnis der vielfach kleineren Akkus zu dem absoluten Großteil der gefahrenen Strecken eines Autos erzeugt schon eine weitaus bessere Ökobilanz.
    Zudem benötig ein Plug-In-Hybrid keine Spitzenleistung. Er kann Energienetz- und akkuschonend mit Nachtstrom an der Haushaltssteckdose geladen werden, statt zu Spitzenzeiten untertags das Energienetz mit hohen Ladeleistungen zu belasten.

Schließlich würden Lösungen wie Plug-In-Hybride und Biogasautos arbeitsmarktpolitisch das positive Gegenteil des Schwenks auf reine Akkuautos bewirken: Sie kurbeln die Wirtschaft an, statt Jobs in Europa zu gefährden und überdies Abhängigkeit von China, das es sich als brutale Diktatur als eines der wenigen Länder leisten kann, umweltzerstörende Lithiumgewinnung in großem Stil zu betreiben, zu schaffen.

Wählen Sie die echte Alternative für Vorarlberg: Die neue, nachhaltig durchdachte Gesellschafts-, Sozial- und Umweltpolitik der Männerpartei!


Hinweise:

Studie zur CO2-Bilanz von Akkuautos: Knapp schlechter als Dieselautos
finanzmarktwelt.de/hans-werner-sinn-experten-e-autos-floppen-beim-klimaschutz-alternative-vorhanden-123937/

Focus, VW-Chef Diess erklärt den Zusammenhang mit der Verteuerung von Kleinwagen, bis sie „tot sind:
www.focus.de/auto/elektroauto/50-prozent-elektroautos-bis-2030-vw-chef-packt-aus-vw-up-und-polo-haben-keine-zukunft_id_10210935.html

Elektromobilität kostet allein in Deutschland über 100.000 Arbeitsplätze:
www.welt.de/wirtschaft/article201106910/Autoindustrie-Elektromobilitaet-kostet-bis-2030-fast-125-000-Jobs.html

2019-10-02

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