Nach Männerpartei-Recherche: FPÖ stellt in Vorarlberger Landtag Anfrage zu Femail

Noch ist die Männerpartei nicht im Vorarlberger Landtag vertreten. Daher können wir selbst noch keine direkten Anfragen an die Landesregierung stellen. Dafür melden wir dann Probleme an die Medien und diese Themen werden dann von den derzeitigen Landtagsparteien aufgenommen. Zu unserer Aussendung bezüglich Femail stellt zum Beispiel die FPÖ eine Anfrage an Landesrätin Dr. Greti Schmid:

Bregenz, am 12. März 2012

Betrifft: Anfrage gemäß § 54 Geschäftsordnung des Landtags
Fraueninformationszentrum FEMAIL – Haltung in Sachen gemeinsame Obsorge ist ein Affront!

Sehr geehrte Frau Landesrätin!

Auf der Internetseite des Fraueninformationszentrums FEMAIL wird für Alleinerzieherinnen folgendes festgehalten: „Bevor unverheiratete oder geschiedene Mütter die Entscheidung zur gemeinsamen Obsorgeberechtigung treffen, sollten sie berücksichtigen, dass durch die gemeinsame Obsorge der Vater mehr Möglichkeiten erhält, Einfluss auf den Alltag von Mutter und Kind auszuüben. So hat er ein Mitspracherecht bei wichtigen, das Kind betreffenden Entscheidungen.“

Es ist für uns völlig inakzeptabel, wenn ein Fraueninformationszentrum Alleinerzieherinnen gegenüber ein derart negatives Bild der gemeinsamen Obsorge zeichnet und Frauen regelrecht davor gewarnt werden.

Der Landtag hat nicht zuletzt aufgrund einstimmig gefasster Beschlüsse eine unmissverständliche und klare Haltung zu diesem Thema, nämlich dass jedes Kind das Anrecht auf beide Elternteile hat und die gemeinsame Obsorge zu stärken ist. Wenn dann eine vom Land massiv unterstützte Frauenberatungseinrichtung hergeht und die gemeinsame Obsorge in einem völlig falschen Licht darstellt, dann ist dies ein unglaublicher Affront.

Für uns steht in Obsorge-Fragen stets das Kindeswohl im Vordergrund. Versuche, Mütter und Väter gegeneinander auszuspielen und das Ganze auf dem Rücken der betroffenen Kinder auszutragen, müssen endlich der Vergangenheit angehören. Einzig und allein eine mögliche Gefährdung des Kindeswohls kann einen Verzicht auf die gemeinsame Obsorge rechtfertigen.

Vor diesem Hintergrund, erlaube ich mir, an Sie nachstehende

ANFRAGE

zu richten:

  • Wie bewerten Sie die Haltung von FEMAIL zur gemeinsamen Obsorge bzw die geschilderten Inhalte auf der Internetseite von FEMAIL?
  • Werden Sie sich dafür einsetzen, dass die gemeinsame Obsorge in Zukunft beim Fraueninformationszentrum FEMAIL positiver dargestellt wird und die positiven Aspekte für die Kinder durch ein Recht auf beide Elternteile herausgestrichen werden?
  • Wie viele Beratungsgespräche bezüglich der gemeinsamen Obsorge wurden im Jahr 2011 bei FEMAIL geführt?
  • Mit welchem finanziellen Beitrag wird FEMAIL jährlich vom Land Vorarlberg unterstützt?
  • Wie viele Männerberatungsstellen gibt es in Vorarlberg?
  • Wo befinden sich diese Beratungsstellen?
  • Mit welchem Betrag werden diese Männerberatungsstellen vom Land Vorarlberg gefördert?

Ich bedanke mich im Voraus für die fristgerechte Beantwortung meiner Anfrage und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Landtagsabgeordnete Kornelia Spiß

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