Obsorge-Vorstellungen des BZÖ: Besser als Regierung, aber noch immer nicht konsequent

Die heutige Pressekonferenz des BZÖ hat gezeigt, dass die Arbeit der MÄNNERPARTEI zu wirken beginnt Im Vergleich mit den Regierungsparteien bewegen sich Stadler und Bucher in die richtige Richtung. Dass diese beiden BZÖ-Mandatare automatische gemeinsame Obsorge für ledige Vätern wollen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber noch ist nicht klar, ob wirklich das ganze BZÖ schon so weit ist. Anläßlich der Debatte zum neuen Familiengesetz hat Ursula Haubner die Gleichberechtigung der Väter noch von einer ominösen Kindeswohlprüfung abhängig machen wollen. Hat sich Frau Haubner inzwischen eines Besseren belehren lassen? Und auch die beiden BZÖ-Männer haben heute wieder ohne Not juristische Schlupflöcher angedeutet. Warum sollen Väter nur dann gleichberechtigt werden, wenn sie in einer wie auch immer definierten Lebensgemeinschaft mit der Mutter leben? Schliesslich gelten Väterpflichten ja auch ohne solche Einschränkungen ab Vaterschaftsanerkenntnis. Man sieht, dass auch das BZÖ trotz des Parteinamens noch ein wenig in traditionellen Denkmustern verfangen ist. Aber das soll nicht die Freude darüber trüben, dass zumindest ein Teil des derzeitigen Nationalrats angesichts der kommenden Wahlen die Wand an Scheinargumenten durchbrochen hat und über das redet, worum es wirklich geht: Gleichberechtigung und klare, objektive Gesetze. Es ist Österreich zu wünschen, dass die ehrlichen Argumente immer offener zum Vorschein kommen, je näher der Wahltermin rückt. Unsere Kinder hätten es verdient.

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