Unterstützt Tiroler Männerberatung Kontaktverweigerung?

Eine der schmutzigsten Waffen, um einen Partnerkonflikt auszutragen, ist das Verweigern von Kontakt zwischen dem Kind und zumeist dem Vater, oft von Müttern betrieben. Doch nach hundertfacher Erfahrung der Männerpartei ist das Entfremden vom und Aufhetzen gegen den Vater nicht einmal durch den Partnerkonflikt bedingt. Viele Mütter wollen einfach das Kind „nur für sich haben“, sind krankhaft eifersüchtig, wenn das Kind einen Kontakt zum Vater aufbaut. Solche Mütter schieben stets einen Partnerkonflikt vor, der sie in Wirklichkeit überhaupt nicht interessiert: Sie suchen nur in provozierten Streitigkeiten mit dem Vater einen Grund, um das Kind ja nicht dem Vater zu überlassen.

„Leider leben große Teile der Politik, der Justiz und im psychosozialen Bereich in einer realitätsfremden Welt,“ so Hannes Hausbichler, Bundesvorsitzender der Männerpartei. „Sie lassen sich ständig auf den vorgeschobenen Streit mit dem Ex-Partner ein und verbeißen sich selbst noch gerne darin – somit lassen sie sich vom Wesentlichen ablenken: Egal, ob sich eine Mutter und ein Vater gerade persönlich vertragen – der Kontakt zum Kind hat damit nichts zu tun. Er darf deshalb nicht behindert werden. Wer diesen Kontakt trotzdem behindert oder verhindert, wer durch Handeln oder Unterlassen die Kontaktverweigerung sogar unterstützt, macht sich an schwerer seelischer Gewalt mit schuldig – am Kind, am Vater und allen väterlichen Verwandten.“

Ein Paradebeispiel an Befürwortung und Unterstützung dieser seelischen Gewalt, der Kontaktverweigerung und der Vaterentfremdung, lieferte ein Bericht der „Tiroler Tageszeitung“.

Schon im Titel zeigt sich, dass Menschen, welche es besser wissen sollten, zwischen Partnerkonflikt und Kontakt zum Kind nicht unterscheiden können: „Staat unterstützt Rosenkrieg“ , färbt die Überschrift den Bericht einseitig ein. Dabei lesen wir, dass es um Strafen gegen Kontaktverweigerung geht – das ist doch kein „Rosenkrieg“! Das ist seelische Gewalt. Die Motive sind den Betroffenen einfach egal, sie wollen doch bloß ihr Kind sehen, für die Ex hat sich noch keiner der uns bekannten Väter mehr interessiert, nach allem, was vorgefallen ist.

Doch ausgerechnet Klaus Edlinger von der Tiroler Männerberatung erklärt unter diesem Titel, es sei „nicht im Sinne der Kinder, wenn die Mama im Gefängnis sei und der Papa dafür verantwortlich“. Hausbichler, der schon vieles gewohnt ist, kommentiert  energisch:

– Diese Aussage könnte genauso von der Plattform der Alleinerzieherinnen, von Radikalfeministen, welche Kontaktverweigerung unterstützen, oder von einer Kontaktverweigerin selbst sein.

– Zuerst einmal ist es nicht im Sinne der Kinder, dass sie ihre Väter nicht sehen. Warum wird dies ausgeblendet? Warum bekämpft die Tiroler Männerberatung sogar noch, dass diese Kontaktverweigerung verhindert werden soll?

– Schließlich wird dem Vater die Schuld gegeben, weil die Mutter eine Straftat begeht. Die Verantwortung für die Kontaktverweigerung hat immer noch die Mutter selbst. Wer, so wie wir, Frauen als erwachsene Menschen betrachtet, wird zustimmen, dass sie selbst für Handlungen Verantwortung tragen können.

Gleich darauf befremdet die Tiroler Kinder- und Jugendanwältin, die sinngemäß so zu verstehen ist: Kontaktverweigerung sollte nicht sein, doch eine Bestrafung träfe das Kind. Auf diese Weise können wir ja jeder Mutter Narrenfreiheit geben! Nach der Kontaktverweigerung kann sie gleich die Bank ausrauben – eine Bestrafung gegen sie träfe ja auch das Kind.

Der nächste Satz gibt erst recht zu denken: Die Aussage eines Kindes, „ich verzichte lieber auf einen Kontakt, als zwischen meinen streitenden Eltern zu stehen“, sei bedenklich. So ist es. Doch soll das bedeuten, ein Kind wolle den Vater nicht sehen, weil die Eltern streiten? Das ist Unsinn. Wenn das Kind den Vater sieht, ist die streitende Mutter ja nicht dabei, hoffentlich. Ein Kind verweigert den Kontakt zum Vater sehr oft deshalb, weil es den Druck der Mutter sonst nicht aushält.

Die Empfehlung der Mannsbilder geht letztlich in eine „Versöhnung“. Wer kennt, wie manche Mütter den Streit nur vorschieben, doch in Wirklichkeit einfach nur die Kindesentfremdung als Selbstzweck betreiben, kann es kaum fassen: Soll ein Vater, der es monate- oder jahrelang mit Reden gegen eine Wand versucht hat, gezwungen werden, sich eine weitere Gesprächsverweigerung oder endloses Hinhalten anzutun, während das Kind weiter von ihm entfremdet wird, bis es zu spät ist? Wie kann eine Männerberatung, welche wissen sollte, wie es läuft, sogar eine „Zwangsversöhnung“ fordern?

Hausbichler stellt klar: „Wenn ein Staat keine Konsequenzen zieht, hat auch das Konsequenzen: Im Fall von Kontaktverweigerung sehen wir in ganz Österreich, wie zigtausende Väter keine Chance haben, eine Beziehung zu ihren Kindern aufzubauen oder aufrechtzuerhalten. Das daraus verursachte Leid lässt sich für nicht Betroffene kaum beschreiben. Daher ist die Durchsetzung von Kontaktrecht dringend notwendig, über Geldstrafen, die Obsorgeübertragung oder notfalls eben durch weitergehende Mittel.

Das Resultat konsequenter Durchsetzung wäre letztlich, dass erst recht wieder kaum Strafen ausgesprochen würden, doch nicht, weil es einen Freibrief für Mütter gibt – sondern, weil Mütter das Kontaktrecht und somit den Vater als anderen Elternteil akzeptieren würden.“

Die Männerpartei fordert daher:

– Konsequente Durchsetzung von Eltern-Kind-Kontakt als Menschenrecht aller Betroffenen

– Eine Überprüfung, ob die Tiroler Männerberatung „Mannsbilder“ die Lage der Väter tatsächlich akzeptiert und auf Seiten der Männer berät, statt im Sinne der Expartnerinnen vorzugehen.

– Schaffung und Sicherung von Fachkompetenz in sämtlichen Tiroler Landesstellen darüber, von der Jugendwohlfahrt über die Kinder- und Jugendanwaltschaft bis zu sämtlichen Beratungsstellen, wie wichtig sofortige Sicherung und Durchsetzung des Eltern-Kind-Kontaktes ist und dass Verweigerung, Erschwernis und Entfremdung sofort und entschlossen entgegenzutreten ist.

Hinweise:

Bericht in der „Tiroler Tageszeitung“:
www.tt.com/politik/innenpolitik/13028379-91/staat-unterst%C3%BCtzt-rosenkrieg.csp

Ein Bericht der FAZ, der beschreibt, wie Entfremdung funktioniert:
www.faz.net/aktuell/gesellschaft/familie/feindbild-vater-das-entfremdete-kind-1653630.html

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