US-Präsidentwahl zeigt besorgniserregende Entwicklung

„Donald Trumps Erfolg ist wahrlich kein Grund zum Feiern,“ so Hannes Hausbichler, Bundesvorsitzender der Männerpartei. „In einem Wahlkampf zwischen einem persönlich unqualifizierten und einer elitär abgehobenen Kandidatin steht jedem Sieger Demut statt Triumph an, weil er nicht wegen, sondern trotz seiner Person gewählt wurde.“

Für die Menschen, ob Männer oder Frauen, wären durch beide Kandidaten Rückschritte zu befürchten gewesen.

– Donald Trump wird für die Männer ebenso wenig wie für Frauen verbessern. Gerade die Wohnzimmermachos, gerade die Selbstherrlichen und diejenigen Verklemmten, welche Sex als Mittel zur Selbstbestätigung betrachten, haben stets den Männern mehr geschadet denn je – ob als eitle Generäle und Diktatoren, welche auf dem Rücken der Männer ihre Kriege ausgetragen haben, ob als Amtsträger und Richter, welche ganz bewusst Männer besonders hart bestrafen und unfair behandeln, oder neuerdings sogar als männliche Feministen. Von Donald Trump ist zu befürchten, dass er Chancengleichheit für Männer ebenso verwehren wird, wie Hillary dies getan hätte, und durch die Aggression, mit der er Bill Clinton attackiert hat, beweist er völlig fehlendes Sensorium für den Umstand, dass es keine Toleranz für sexuelle Falschbeschuldigungen gegen Männer geben darf.

– Hillary Clintons geplante Siegesfeier hingegen zeigt, wie weltfremd und abgehoben sie, die politische Klasse und die Opinion Leader sind: Eine riesengroße gläserne Decke hätte das Wichtigste an diesem Tag symbolisieren sollen: Wie eine Frau, die ohnehin seit Geburt in der allerhöchsten Oberschicht lebt, den ultimativen Karrieresprung feiert, „im Namen der Frauen der Welt“ wohl. Doch gerade die Menschen weltweit haben andere Sorgen, als Frauen wie Clinton mit Quote oder der Frauenkarte in Toppositionen zu hieven. Dieses Ziel ist jenes der wenigen Frauen, welche schon längst an der Oberseite der Decke wandeln, die so gläsern gar nicht sein kann. Sonst würde ihnen auffallen, dass die Mittel- und Unterschicht wahrlich kein Interesse an den Luxusproblemen da oben hat.

– Wahlsieger ist die populistische Rechte, soweit zum Negativen. Die Chance in dieser Niederlage liegt bei den Liberalen und bei allen Trägern der „politischen Korrektheit“. Nun ist es Zeit, zu begreifen, dass sie selbst ihre Glaubwürdigkeit verspielt hat, mit der sie über andere moralisierend urteilt. Die Selbstsicherheit, mit der Linke, Liberale und mondäne Mitte-Rechts-Kreise in der westlichen Welt über jede Abweichung von ihren gemeinsam gefundenen Dogmen urteilt, ist unangebracht. Eben diese Kreise haben selbst ihre Doppelmoral überzogen und reagieren zu pikiert auf unangenehme Meinungen aus dem Volk, weil sie nicht imstande sind, kritische und enttäuschte Menschen durch Dialog und Offenheit wieder in den konstruktiven Diskurs einzubinden. So verantworten sie mit, dass Menschen sich durch einen Donald Trump oder H.C. Strache besser verstanden fühlen, obwohl deren Stärke wahrlich nicht im Zuhören besteht.

„Es ist Zeit für einen neuen politischen Stil. Die Entscheidung liegt bei der etablierten Politik, welchen Stilwandel wir zulassen wollen: Denjenigen durch eine Ablöse der Rechtspopulisten an der Macht oder denjenigen durch eine offene, dialogbereite, doch endlich wieder idealistischere, themenbezogene Politik von grundlegend reformierten Parteien,“ verkündet Hausbichler die Forderungen der Männerpartei an alle Parteien:

Bekenntnis der Politik zu objektiven Grundprinzipien statt allzu biegsamer Verdrehung von Werten wie Chancengleichheit und Gleichbehandlung so, wie sie den Interessensvertreten jeweils passt.

Vorurteilsfreiheit statt geheuchelter Aufgeschlossenheit und statt gleichzeitiger Neubildung und Festigung von Vorurteilen, welche die aktuelle Politik bewusst betreibt.

Ideologiefreiheit in der Politik, damit Entscheidungsträger frei und unvoreingenommen auf Menschen zugehen und selbst unbefangen urteilen können.

„In Österreich gibt es gerade aus der Sicht der Männerpartei in Bezug auf diese Forderungen viel zu tun. Ein Land, in dem von Chancengleichheit gesprochen und gleichzeitig Männerbenachteiligung als „positive Diskriminierung“ bezeichnet wird, ein Land, das Männern Rechtsstaatlichkeit gut verborgen und doch eiskalt einfach verweigert, ein Land, das Vorurteile gegen Männer als Unterdrücker, Schläger und Gewalttäter schürt und sich augenblicklich in radikalfeministische Genderideologie verbohrt, steuert dorthin, wovor es die Männerpartei bewahren will: In eine rechtspopulistische Regierung mir denselben Mitläufern, welche sich heute dem Feminismus andienen und morgen immer schon auf H.C. Straches Seite gewesen sein wollen!“, schließt Hausbichler mit deutlicher Kritik nach links und rechts ab. (2016-11)

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