Vatertag: Männerpartei fordert Aufwertung der Vaterschaft

Zum Vatertag 2015 zeigt der Bundesvorsitzende der Männerpartei, Hannes Hausbichler, mit einer nüchternen Feststellung die harte Realität auf:

Väter sind in Österreich Elternteile zweiter Klasse!

Er fordert im Sinne der Ideale der Männerpartei daher:

Österreich soll eine Zukunft schaffen, die Vaterschaft als gleichwertige Elternschaft anerkennt und fördert!

 

Hausbichler untermauert seine Feststellungen unter Rückgriff auf das umfassende Know-How der Männerpartei:

Eine eigenständige und gleichberechtigte Vater-Kind-Beziehung existiert bei vielen Eltern gar nicht. In vielen Köpfen steckt ein väterfeindliches Selbstverständnis: Die Beziehung eines Vaters zum Kind definieren die meisten Menschen über die Beziehung des Vaters zur Mutter. Das bedeutet: Will ein Vater eine gute Beziehung zum Kind haben, so braucht er dafür das ständige Einverständnis der Mutter. Als eigenes, selbstständiges Elternteil kann er gar keine gute Beziehung zum Kind aufbauen, wenn eine Mutter das nicht will, auch nicht in aufrechter Partnerschaft.

„Das Verständnis einer von der Mutter abhängigen Vaterschaft sitzt in den Köpfen vieler Mütter und Väter. Es wird vielen Kindern anerzogen. Unter diesem Selbstverständnis betreibt der Staat Familienpolitik, mit dieser Auffassung definiert unsere Gesellschaft die Elternrollen: Die Rolle der Mutter als alleinige Entscheiderin, ob und wie ein Vater Kontakt zu seinem Kind haben kann, und die Rolle des Vaters als davon abhängigen Elternteil. Von gleichwertiger Elternschaft ist Österreich daher weitestmöglich entfernt. Wenn Väter erst die Mutter ihres Kindes zu fragen haben, ob oder wie sie zu ihrem Kind überhaupt eine Beziehung aufbauen können, dann sind und bleiben Väter Eltern zweiter Klasse!“, rüttelt Hausbichler deutlich wach! „Der Umstand, dass es zum Glück natürlich Väter gibt, die das nicht am eigenen Leib erfahren, weil sie das Glück haben, eine faire Frau als Mutter ihrer Kinder zu haben, ändert nichts an der Tatsache der Abhängigkeit.“

Wenn wir zugestehen, dass eine Mutter über eine Vater-Kind-Beziehung entscheiden darf, dann betrifft dies nicht nur Trennungskinder und -väter. Die Zweitklassigkeit vieler Väter beginnt schon in vielen aufrechten Partnerschaften. Oft kommen Väter schon ab Geburt des Kindes nie zur selben Qualität der Eltern-Kind-Beziehung wie eine Mutter, wenn diese nicht will. Dieser Umstand ist wissenschaftlich erforscht, er nennt sich „Gatekeeping-Syndrom“, weil eine hiervon betroffene Mutter wie als Wächterin zwischen Vater und Kind steht. Beginnend mit scheinbar harmlosen Vorfällen, in denen der Vater schon von vorneherein in den Augen der Mutter das Kind „falsch“ hält, wickelt oder füttert, endet dieses Verhaltensmuster mit gesellschaftlich akzeptiertem, schleichendem Schlechtmachen des Vaters vor dem Kind, etwa durch kaum greifbaren Stimmungsumschwung, wenn der Vater heimkommt, oder der Phrase: „Warte nur, wenn der Vater heimkommt.“

Gerade weil das Beziehungsprimat der Mutter in unseren Köpfen steckt, kommt es für viele Betroffene in weiter Folge zu den bekannten Auswüchsen: Kontaktverweigerung und Vaterentfremdung sind die Folgen einer verfehlten Einstellung zur Vaterschaft.

Besonders zum Vatertag stellt die Männerpartei klar: Väter haben einen Anspruch auf selbstständige, gleichwertige Elternschaft verdient! Daher fordert die Männerpartei von der Bundespolitik:

faire gesetzliche Rahmenbedingungen für Väter: Echte gleichwertige Elternschaft durch Recht auf Wissen um die biologische Vaterschaft, sofortiges gesichertes und durchsetzbares Kontaktrecht, Entscheidungs- und Mitbestimmungsrecht besonders im Hinblick auf den Kindeswohnsitz und den Rechtsanspruch auf Doppelresidenz bei fairer Aufteilung von Familienleistungen, Sozialleistungen und gegenseitiger Unterhaltsaufrechnung bis zur –aufhebung im Falle von gleichteiliger Leistung für die Kinder.

Bewusstseinsschaffung für eine positive Auffassung einer von der Mutter unabhängigen Vaterschaft: Aufklärung einerseits der Bevölkerung und andererseits der Ämter (Familiengerichte, Jugendwohlfahrten, Kindergärten und Schulen) über Existenz und Gefahren von vereinnahmender Elternschaft, wie es sich im Gatekeeping-syndrom, bei Kontakterschwernis, -verweigerung und bei Vaterentfremdung äußert, und vermittelndes bis durchsetzendes Handeln bei Notwendigkeit.

– Förderung der gleichteiligen Betreuung von Kindern durch Mütter und Väter, unabhängig vom Beziehungsstatus der Eltern, verbunden mit der Förderung von 70-80%-Teilzeitmodellen für Väter und Mütter unter besserer Eigenvorsorge für Mütter und der Entlastung der sorgewilligen Väter von der unfreiwilligen Zwangszahlvaterrolle.

 

Hinweise:

Gatekeeping, das Vorenthalten der Kinder in aufrechter Partnerschaft:
www.maennerpartei.at/sites/default/files/Gatekeeping-Baby-und-Familie.PDF
Partenal Aliention Syndrome, die Vaterentfremdung:
www.hallofamilie.de/familienleben/kind-eltern/weitere-artikel/1/365-pas-parental-alienation-syndrom.html

Der Übersichtlichkeit zuliebe wurden gut zusammengefasste Artikel gewählt. Forschungsergebnisse sind mittels Suchmaschinen unter den Stichworten „Gatekeeping“ und „Partenal Aliention Syndrome“ ausreichend zu finden.

Anzahl von Kontaktproblemen betroffener Trennungsväter:
www.maennerpartei.at/sites/default/files/Lesung_und_Podiumsdiskussion-Besuchsrecht-Hausbichler-2102-06.pdf

Politische Inhalte:
www.maennerpartei.at/files/Maennerpartei-Parteiprogramm-2013-01.pdf

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