Quoten beim Heer: Verteidigungsminister verhöhnt Wehrpflichtige!

Seit jeher haben Gesellschaften und die Mächtigen für ihre Kriege Männer benutzt und sie von klein auf dazu erzogen, mit Zuckerbrot, nämlich dem Heldenmythos, und Peitsche, nämlich harten Strafen bis zum Tod, für staatliche Bereicherungen und Eroberungen oder deren Abwehr zur Verfügung zu stehen – mit nicht weniger als Leib und Leben sowie Gesundheit der Männer.

Wirklich nichts in Österreich ist daher weniger geeignet, um sich kruden feministischen Ideologien anzubiedern, als das österreichische Bundesheer, so manifestiert der Bundesvorsitzende der Männerpartei, Hannes Hausbichler.

Doch Politikern ist nichts zu blöd, um sich anzubiedern. Das Verteidigungsministerium liefert uns ein Prachtbeispiel:

Das Bundesheer braucht einen neuen Generalstabschef. In dieser Funktion sollte ein erfahrener Offizier im Ernstfall über das Schicksal von tausenden Männern entscheiden. Die Männer, über die er entscheiden soll, die Männer, welche ihn respektieren sollen, sind Männer, die dazu gezwungen worden sind, besonders schlecht vergütet besonders hohe Belastungen auf sich zu nehmen – Wehrpflichtige eben.

Doch natürlich gibt es im österreichischen Bundesheer auch Frauen. Diese dürfen Soldatinnen sein, wenn und solange sie Lust haben, haben nur niedrigere Tauglichkeitskriterien zu erfüllen und waren nie in der Zwangslage, als Wehrpflichtige unterbezahlt zum Dienst verpflichtet zu sein. Sie haben ab dem ersten Tag vollen Berufssold bekommen, und natürlich schöne Überstunden, während Wehrpflichtige unentgeltliche Nachtübungen oder Wochenenddienst angeordnet bekommen. Die wohl meisten Soldatinnen sind überhaupt nur deshalb beim Heer, weil sie sich damit ihr Training als Sportlerin finanzieren lassen.

Angesichts dieser Verhältnisse stellt es eine Verhöhnung aller Wehrpflichtigen dar, wenn der Verteidigungsminister nun in der Ausschreibung des Generalstabschefs zum Ausdruck bringt: Bevorzugt will er eine, niemals wehrpflichtig gewesene, Frau in diesen Posten hieven. Ja, wenn es sein muss und sich gerade gar keine Frau findet, nimmt er eben einen Mann, diesmal noch und ungern.

Deutlicher kann der FPÖ-Verteidigungsminister Mario Kunasek seinen Männern gar nicht mitteilen, wir interpretieren ihn frei, aber sinngemäß korrekt: „Ihr seid nur für die niederen Dienste da! Als Euren Chef will ich eine Frau haben, die sogar geringere Tauglichkeitskriterien als Ihr zu erfüllen hatte, immer an Männern vorbeibefördert wurde und niemals dieselbe Wehrpflicht wie Ihr geleistet hat!“

Wieder einmal betrachtet die Männerpartei, durchaus gelassen, wie lange sich Österreichs Männer solche Affronts noch gefallen lassen. Je eher die Zeit des Umdenkens kommt, desto gemäßigter werden überfällige Reformen ausfallen, die sich bereits heute in den Forderungen der Männerpartei ausdrücken:


Forderungen

– Abschaffung jeglicher Anti-Männer-Quoten (irreführend oft als Frauenquoten beschönigt) und Entschädigung der bisher Betroffenen.

– Sofortige, viermonatige Dienstpflicht für alle Frauen und Männer in Österreich und die Möglichkeit auch für ältere Feministinnen, die Wehrpflicht jederzeit nachzuholen, um ein Stück mehr gleichberechtigt zu sein.

Demokratische Mitbestimmung der Soldaten über wesentliche Entscheidungen des Bundesheeres, besonders über Kriegs- und Notfalleinsätze, damit diejenigen, deren Leib und Leben aufs Spiel gesetzt wird, über ihr Schicksal gefälligst selbst bestimmen können.


Hinweise

Kurioser, museumsreifer, Titel der „Presse“ zur Besetzung des Generalstabschefs, mit bedauerndem Unterton: „Und es wird wohl wieder ein Mann“:
diepresse.com/home/innenpolitik/5417176/Das-Heer-sucht-einen-neuen-Generalstabschef-und-es-wird-wohl

2018-05-18

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