Vorarlberger Alleinerzieherleitfaden: Männerpartei fordert erfolgreich Änderungen ein!

„Die Männerpartei kann in Vorarlberg einen weiteren politischen Erfolg verzeichnen, jedoch mit bitterem Nachgeschmack,“ präsentiert Landesvorsitzender Hannes Hausbichler die Durchsetzung der Prüfung des skandalösen Leitfadens für Alleinerzieherinnen:

Seit Monaten reklamiert die Männerpartei bei der Landesregierung, dass dieser Leitfaden Männer und Väter als völlig verzichtbare, ja sogar lästige Familienmitglieder dargestellt, während gleichzeitig ihr Geld gut genug zu sein scheint, wie der Teil über Unterhalt im Leitfaden zeigt. Hannes Hausbichler hat bei mehreren Vertretern der Regierungsparteien seit über einem halben Jahr klare, fundiert aufbereitete Kritik geübt, welche sicherlich an die Landesrätin Wiesflecker weitergeleitet wurde. Sie selbst scheint Gesprächen mit der Männerpartei auszuweichen.

Doch am 31. Dezember 2015 berichteten die „Vorarlberger Nachrichten“, mit Ankündigung im Titelblatt und einem guten Artikel im Redaktionsteil, eindrucksvoll über die Kritik der Männerpartei am Leitfaden. Kaum zeichnete sich eine Medienberichterstattung ab, schien das Interesse der Landesrätin schlagartig erwacht: Katharina Wiesflecker, deren ganzseitige Vorworte mit ihrem Foto und ihrer Unterschrift den Alleinerzieherleitfaden zieren, findet plötzlich die von der Männerpartei kritisierten Aussagen in ihrem eigenen Leitfaden „albern“ und lässt gleichzeitig den verblüfften Lesern mitteilen, sie habe den Leitfaden gar nicht gelesen, würde dies jetzt jedoch nachholen, und kündigt schon vorab Änderungen an.

„Es ist unglaubwürdig, dass die Landesrätin nach unserer monatelangen, ihr auf mehreren Wegen , wohlgemerkt ebenso wie dem Landeshauptmann, mitgeteilten Kritik an diesem Leitfaden bis jetzt nichts davon gewusst haben will. Auch, wenn jetzt endlich der Leitfaden geändert wird, auch, wenn die Männerpartei dadurch ein gutes Stück mehr an Bewusstsein für die Wertigkeit von und den Umgang mit Männern und Vätern geschaffen hat: Der bittere Nachgeschmack dabei ist und bleibt, dass diese Landesregierung scheinbar nur mehr auf Druck der Medien zuhören und reagieren will. Diese Totalblockade der Regierung gegenüber allem, das nicht der eigenen Weltanschauung entspricht, erleben nicht nur wir, sondern viele anderen Parteien und Vereine und ist daher ganz besonders bedauerlich,“ so der Landesvorsitzende der Männerpartei, und kündigt daher an:

„Die Arbeit der Männerpartei wird angesichts dieses Einmauerns der Landesregierung wichtiger denn je. Wenn sie nur auf Druck reagiert, dann ist die Landespolitik nur durch eine klare politische Konkurrenzposition und den Weg der Öffentlichkeitsarbeit zu bewegen.“

Die Männerpartei fordert abschließend von der Vorarlberger Landesregierung:

Neue Dialog- und Kompromissbereitschaft auf der Basis von Sachargumenten statt notdürftiger Handlungsbereitschaft, erst auf Druck von außen.

Die Verlegung der Männeragenden weg von Katharina Wiesflecker, deren Glaubwürdigkeit als Gleichbehandlungslandesrätin nicht nur durch den Leitfaden schwer beschädigt ist, direkt hin zum Landeshauptmann oder zum Landesstatthalter.

Die Anerkenntnis des Stellenwerts von Vätern für Familien und Kinder, wie sie dem heutigen Stand der Wissenschaft entspricht, und die Förderung von aktiver und gleichberechtigter Elternschaft für Väter wie Mütter.

Hinweise:

Bericht der „Vorarlberger Nachrichten“ zum Alleinerzieherleidfaden:
http://www.vorarlbergernachrichten.at/abend/2015/12/30/von-spagetti-eintoepfen-und-herrenhemden.vn#registered

Kritik der Männerpartei am Leitfaden im April 2015:
http://maennerpartei.at/skandal%C3%B6ser-alleinerzieherleitfaden-der-landesregierung

Der Alleinerzieherleitfaden der Vorarlberger Landesregierung vor den zu erwartenden Änderungen:
http://www.maennerpartei.at/sites/default/files/leitfadenfueralleinerziehende-2015.pdf

Der Leitfaden auf der Website der Landesregierung, vermutlich in bald abgeänderter Version:
http://www.vorarlberg.at/pdf/leitfadenfueralleinerzieh.pdf

2016-01-07

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