Wählerwarnung: ÖVP, Neos und mögliche Umfaller wollen Pensionssplitting!

Im Nationalratswahlkampf wird Ihnen jede Partei in schillernden Farben schildern, was sie alles verbessern will. Doch auf wessen Kosten gehen die geplanten Reformen? Darüber schweigen die Wahlwerber tunlichst. Achten Sie bitte daher besonders darauf, was Parteien Ihnen nicht sagen wollen. Besonders schwerwiegend sind die Folgen des Pensionssplitting, welches ÖVP und Neos offen bewerben.

„Das Wohl der Frauen“ haben Proponenten wie Gerald Loacker von den Neos, dessen Zitat wir hier wiedergeben, und natürlich Sebastian Kurz damit im Sinn. Wie wohl ist Ihnen bei folgenden Gedanken?

Mit Pensionssplitting soll die Pension eines Vaters mit der Mutter geteilt werden. Das bedeutet im Klartext: Dem Mann wird ein Teil seiner Pension gar nicht erst ausbezahlt, sondern der Frau überwiesen. Das wird dem Vater natürlich nicht auf die Nase gebunden, den Wählern erst recht nicht. Somit wollen die Splitting-Parteien in einer Zeit der Pensionsangst und knappen Rentenkassen nichts Anderes als die de-facto-Pensionskürzung von Vätern im großen Stil.

Würde das Pensionssplitting Müttern überhaupt helfen? Vielen Müttern vermutlich nicht, weil sich bloß der Staat die Ausgleichszulage spart. In diesen Fällen nimmt der den Männern einen Teil ihrer Pension und spart sich selbst Geld auf Kosten der Pensionisten. Vorteile hat das Pensionssplitting nur für Mütter, welche erst gar nicht vorhaben, ihre eigene Existenz abzusichern, auf Kosten des oder der Väter ihrer Kinder.

Durch das verpflichtende Pensionssplitting hätte jede Mutter, de facto ganz eigenmächtig, die Wahl: Will sie durch eigene Berufstätigkeit einen Pensionsanspruch erwerben, oder doch lieber stattdessen einen Teil der Rente des oder der Väter ihrer Kinder für sich in Anspruch nehmen? Ein Vater kann nur ohnmächtig hoffen, dass die Mutter seines Kindes ihm seine Rente lässt. Natürlich könnte, flankiert durch unser Familien-unrecht, der Vater niemals umgekehrt die Kinderbetreuung übernehmen und gar einen Teil der Rente der Mutter für sich in Anspruch nehmen, wenn die Mutter das nicht will. Die Kinderbetreuung wird de facto einem Vater nur durch die Mutter gestattet, denn sie hat das Vetorecht.

Die Auswirkungen des Pensionssplitting wären, zusätzlich zum Unrecht durch Rentenklau an Männern, gesellschaftlich und für die Öffentlichkeit verheerend:

Durch das Pensionssplitting würden Väter umso mehr von der Betreuung der Kinder ausgegrenzt und in die reine Geldversorgerrolle gezwungen. Wenn die Parteien, auch ÖVP und Neos, gerne von mehr Erziehungsarbeit von Vätern schwärmen, so widersprechen Sie diesem Ziel mit ihrem eigenen Pensionssplitting bis zur Paradoxie.

Durch die Aufteilung der Pension eines Beziehers, des Vaters, auf zwei, erhalten wir nur einen einzigen Beitragszahler statt zwei: Nur ein Berufstätiger finanziert die bröckelnden Pensionskassen, die Krankenkassen, das AMS und natürlich haben ÖVP, Neos und allfällige Komplizen einen Steuerzahler weniger mit jedem Pensionssplitting, das in Anspruch genommen wird.

Es liegt an Österreichs Wählern, diesen wahnwitzigen Plänen eine Absage zu erteilen. Die Neos ist auf Betreiben von Gerald Loacker die radikalste Pensionssplittingpartei, die ÖVP folgt dicht im Windschatten, die Grünen und Liste Jetzt lassen Zustimmung erkennen, FPÖ und SPÖ sind in Gefahr, für eine Koalitionsvereinbarung die Renten der Männer zu opfern. Wollen Sie diese Parteien für etwas belohnen, das wir Wahlverbrechen statt Wahlversprechen nennen wollen?


Die Männerpartei fordert

  • Pensionsgerechtigkeit statt Pensionssplitting, durch Angleichung der Pensionsalter und Förderung von Eigenabsicherung der Menschen.
  • Das selbständige Recht von Vater und Mutter, einen Teil der Betreuung und Erziehung bis zur Hälfte übernehmen zu können, und damit verbunden die faire Aufteilung der Familienleistungen.
  • Zugleich die Förderung von 80%-Jobs für Männer und Frauen, um gleichteilige Betreuung für beide Eltern zu ermöglichen

2019-09-20

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