Wehrpflicht: Volltaugliches Konzept der Männerpartei

Die ÖVP bedient einmal mehr die Wähler Österreichs, die ihr wichtig sind. Wie schon in der Wehrpflicht-Volksabstimmung, bei der eine Mehrheit darüber abgestimmt hat, ob eine Minderheit weiterhin unterbezahlten Pflichtdienst verrichten soll, lässt eine selbstbezeichnete „Volkspartei“ wohl in deren Augen nur „die paar“ männlichen Wähler zwischen 16 und 18 sausen, indem Sie über deren Köpfen hinweg über ihre Pflichten bestimmen will. Damit will diese Partei wohl die Herzen all jener gewinnen, welche diese Pflicht nicht oder nicht mehr betrifft.

Einmal mehr wird die ÖVP die Ängste schüren, dass uns die Zivildiener ausgehen. Daher wirbt sie im Wahlkampf für eine „Teiltauglichkeit“, damit künftig möglichst alle Männer dienstpflichtig sind, auch die jetzt Untauglichen.

Einmal mehr ist die wirkliche „Wehrpflicht für alle“ kein Thema, weder für die ÖVP noch für irgendeinen, sonst gerne sich so kritisch zeigenden Journalisten oder konkurrierenden Politiker.

„Der Vorschlag der ÖVP ist so wie sein Inhalt: Teiltauglich! So mag demokratischer Wettbewerb in den Augen der ÖVP aussehen. Doch Gerechtigkeit und Fairness sind das Gegenteil der ÖVP-Pläne“, so der Männerpartei-Vorsitzende Hannes Hausbichler:

Von Jahr zu Jahr wird es schwerer für die Anti-Männer-Parteien dieses Landes, die Einseitigkeit der Wehrpflicht zu rechtfertigen. Mögen sie noch so sehr das Argument des „ausgleichenden Unrechts“ an den Haaren herbeiziehen, historisch, biologisch oder strukturell das Unrecht bemüht und händeringend zu rechtfertigen versuchen: Selbst ausgleichendes Unrecht wäre eines wahren Rechtsstaats nicht würdig.

Die Männerpartei akzeptiert den Willen des Volkes. Junge Menschen sollen demnach einen Pflichtdienst für die Gesellschaft leisten. Doch wenn schon alle von diesem Pflichtdienst profitieren, sollen ihn auch alle leisten.

Die jährliche Gesamtleistung der Pflichtdienststunden für Österreich soll dabei zumindest unverändert bleiben.

Zugleich soll jedoch ein Schaden, den der Pflichtdienst jungen Männern, aber auch der Gesellschaft und Volkswirtschaft zufügt, durch eine neue Wehrpflicht begegnet werden:

Augenblicklich verlieren junge Männer durch die Wehrpflicht häufig ein ganzes Jahr. Der Studienantritt oder der Berufseinstieg verzögert sich und kostet auf diese Weise mehr, als er tatsächliche Dienstzeit verursacht.


Daher fordert die Männerpartei

  • Wehr- und Zivilldienstpflicht auf 4 bzw. 5 Monate kürzen
  • Zugleich Steigerung der Gesamtverfügbarkeit an Dienstpflichtigen durch schlichte und einfache Einführung von Gerechtigkeit: Männer und Frauen sind im selben Ausmaß dienstpflichtig, doch in verkürztem Ausmaß gegenüber heute. Die Teiltauglichkeit ist in diese, erstmals tatsächlich zu Recht so bezeichnete, „Wehrpflicht für alle“, aufzunehmen.
  • Möglichkeit der flexiblen Aufteilung der Dienstzeiten auf bis zu 4 Einheiten. So kann jeder Dienstpflichtige neben weiterführender Schule oder Studium, ohne ein Jahr zu verlieren, seine Leistung erbringen.

Einmal mehr durchbricht die Männerpartei den Schweigepakt der jetzigen Parlamentsparteien, mit dem diese ihr selbst gestütztes Unrecht zumauern, auf. „Die Forderungen der Männerpartei werden eine Selbstverständlichkeit der Zukunft sein. Setzen wir diese schon heute um, statt veraltetes Unrecht zu stützen!“, schließt Hannes Hausbichler ab.

2019-07-19

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